Ich finde diese Pro-und-Contra-Steam-Diskussionen immer wieder interessant.
Ich bin über 40 Jahre alt und spiele Computerspiele (in den 80ern halt auch Atari 2600, VC20, C64 und so) seit ich 14 Jahre alt bin. Ich bin extrem froh, dass es eine Plattform wie Steam gibt, weil ich einfach keine Lust mehr habe, für jedes einzelne Spiel einen Pappkarton oder eine DVD-Hülle aufzubewahren. Irgendwann wird es einfach zu viel und nervt nur noch. Ich spiele nicht gerade wenig, von daher habe ich keine Lust eine Lagerhalle anzumieten. Mal ganz davon abgesehen, dass es heutzutage ohnehin nur noch ganz selten wirklich gute Handbücher gibt. Der Hardware-Mehrwert schwindet meiner Meinung nach mehr und mehr. Ein bespielter Rohling, eine DVD-Hülle und ein bisschen bedrucktes Papier? Das sind in der Massenherstellung nun wirklich nicht gerade riesige Kostenträger. Und die meisten CEs sind für mich auch uninteressant. Ich brauche keine Art Books oder Making Off-DVDs, die ich mir genau einmal anschaue.
Für mich persönlich bietet Steam bestimmte Vorteile und die stellen für mich einen bedeutenden Mehrwert dar. Ich bin viel auf Dienstreisen. Zu Hause daddel ich an meinem Rechner und auf Dienstreisen nehme ich häufig mein Daddel-Notebook mit. Steam ermöglicht es mir, meine Spiele jeweils auf beiden Rechnern zu installieren, ohne ständig den Disc-Jockey spielen zu müssen. Und zwar auch bei den Spielen, die nicht zwingendermaßen einen Steam-Account erfordern. Natürlich muss jedes Spiel erst aus dem Internet heruntergeladen werden. Das stört mich allerdings nicht, da ich über eine schnelle Internet-Verbindung (VDSL) verfüge und Steam zumeist (bis auf wenige Ausnahmen) extrem schnelle Dowloadzeiten garantiert. Außerdem entfällt so das ewige Suchen nach aktuellen Patches und schnellen Download-Servern hierfür, weil immer zügig und automatisch alles gepatcht wird. Dass man Spiele auf Steam nicht verkaufen kann, stört mich absolut nicht. Im Gegenteil. Ich bin ohnehin der Typ Spieler, der seine Spiele auch nach Jahren immer wieder gerne mal rauskramt und erneut durchspielt. Die Steam-Preispolitik ist ein Punkt, über den sich durchaus streiten lässt. Man muss aber ja nicht jedes Spiel sofort kaufen. Viele Spiele sind bereits nach 8-12 Wochen in bestimmten Aktionen kurzzeitig im Angebot verfügbar. Dann schlage ich meistens sofort zu. Oder ich kaufe Keys bei UK-Shops günstiger und aktiviere sie dann bei Steam. So spart man häufig auch nicht gerade wenig Geld.
Einziger Nachteil ist noch immer aus meiner Sicht, dass man als erwachsener Spieler keine Möglichkeit hat, auf Steam ungeschnittene Spiele zu erwerben. Hier wünsche ich mir für die Zukunft ein entsprechendes Verfahren. Valve hat das ja auch schon mal lose angekündigt, es lässt aber leider noch immer auf sich warten. Bis dahin kaufe ich solche Spiele noch als Retail-Versionen. Falls das aber mal Wirklichkeit werden sollte, wird Steam meine 100%-Einkaufsplattform.
Legends of Pegasus wäre für mich ein Steam-sofort-Pflichtkauf, da ich Spiele dieser Art liebe. Wenn es das Spiel bei Steam nicht zu kaufen gibt, werde ich erst einmal noch abwarten. Da Kalypso der Publisher ist, mache ich mir hier allerdings wenig Sorgen. Bei Jagged Alliance: Back in Action hat es ja gerade auch erst sehr schön geklappt.