Moinsen,
habs mir letzendlich auch gekauft und auch einigen Frust. Was direkt auf meiner Wunschliste steht, sind folgende Punkte:
Mehr Historische stimmigkeit! Hab das bei dem pre-release bereits bemängelt, das die verteilung der Städte teils echt Hahnebüchen ist; Haiti von England besetzt, Port Royale spanisch, Havanna 1610 Holländisch, Grand Bahamas als größte Stadt beim Start, Nombre de dios und Trinidad auf Cuba...man man. Auch wenns für die Gamebalance angeblich nicht zuträglich war, hätte man zumindest Frankreich mit England die Städte tauschen können und die Holländer auf die Antillen setzen und den Spaniern Cuba als letzte Bastion geben können. Als alter Pirates! kommt da wenig reales Karibikflair anno 1600 rüber. Hat mich bei PR2 schon gestört, aber dazu später mehr.
Eigenes Piratennest und mehr Freiheit für Piraten! Wenn ich schon den harten weg des Piraten gehen möchte, dann auch mit eigenen Hafen. Ist echt ziemlich stumpf, das man nebenbei (fast) ungehindert weiterhandeln darf und zudem noch weiterbauen! Echte Piraten waren numal gesetzlose und wurden von allen Nationen gejagt. Ist mir klar, das es eher ne WiSim ist, als ein Karibikabenteuer, aber dann werbt doch bitte nicht damit, das man verschiedene Wege gehen kann, wenns doch alles aufs gleiche hinausläuft. Dafür gibts immernoch den Unsinn, der eigenen Nationsgründung, den es schon bei PR2 (wenn ich mich recht entsinne) gab. Warum bin ich eine eigene faction? Prinzipiell ist man doch immernoch dem König unterstellt, wenn man Gouvernour (Stadtübernahme) wird; mit all seinen Vor und nachteilen (Militärausbau, Steuerabgaben an den König).Versteh ich nicht. Das mit der eigenen factiongründung hätte man doch wunderbar für die Piratenlaufbahn ausbauen können, auch der entscheidung des Spielwegs wegen;
will ich frei sein, dafür aber gesetzlos oder aber ein Gouvernour mit mehr Pflichten als Rechten?
Für das freie Spiel bitte ein einstellbares Ziel wie im MP! Vielleicht sogar als Sahnehäubchen mit Score und Liste, und als fetter bonus, mit Punktemodifikator, abhängig von gewählten Schwierigkeitsgrad, so wie beim alten Tropico oder Pirates... So hat man nur die option, das Spiel abzubrechen vor langerweile, weil man schon die hälfte der Karibik zugebaut hat. Und selbst das wird dann nicht belohnt, weils einfach kein Ende gibt. Mag ja einige geben, die nen vollausbau anstreben, aber es gibt auch andere, die eher ne Zielsetzung brauchen, um eine Runde als abgeschlossen zu sehen.
Echte KI-Konkurrenz! KI-Händler (am liebsten noch mit Bildchen), die ebenfalls expandieren. Müssem ja nicht viele sein (3 pro Nation),aber so fühlt sich echt alleine, zwischen den ganzen namenlosen&seelenlosen KI-Schiffen, die nur den Warentransport regulieren, wenn man mal nicht hinschaut und sonst reingarnichts passiert (gabs doch schon bei Patrizier2, das die KI Händler gestellt hatte, zwar mit namen versehen, mindestens genauso seelenlos waren). Ist mir bisher nicht aufgefallen, das die KI irgendetwas gebaut hat. Mag da ja auch einige geben, die das befriedigt, der Karibik-Gott zu sein, aber andere legen halt mehr wert auf eine Lebendige und dynamische Spielwelt, um richtig einzutauchen bzw. auch der Herausforderung wegen (meinetwegen auch abschaltbar für fulltime Sandboxer).
Mehr abhängigkeit von der eigenen Nation! Wenn ich ein neues Spiel starte, hab ich bei allen Nationen das gleiche ansehen und es wird letzendlich nur der Startpunkt (wo auch nur ein paar wirklich sinn machen; geographisch wie ressourcentechnisch) bestimmt. Hocharbeiten bei den anderen Kolonialmächten fällt da fast raus, vor allem, wenn sich zwei verbünden und das Ansehen gleichmässig steigt/geteilt wird. Verstehe da auch den Sinn nicht so richtig. Anscheinend bekriegen sich eh nur Spanien und Frankreich und Holland und England miteinander (nach dem 3.ten Testlauf stets die gleiche Politische abfolge) und allieren dann mit dem anderen nichtcombatanten. Sehr vorraussehbar das ganze. Dabei wurden in der Karibik stets wechselnde Bündnisse/Kriege geschlossen/angezettelt. Als Krönung noch die Gouvernoursaufträge, Waren zu einer Stadt zu liefern, die nicht der eigenen Nation anghört. Was kümmert es den Vizekönig von Havanna, wie es dem Piratenpack in Nassau geht? Kommt ebenfalls kaum flair auf; wem welche Stadt gehört ist fast irrelevant auf dem derzeitigen Stand.
Funktionierendes Lagerhaus! Muss ich wohl nicht viel zu sagen. Ausser, das ich es begrüssen würde, dass, wenn man einen neuen Betrieb baut, das Holz/Ziegel auch aus dem Lager geholt werden, wenn man schon gehortet hat. Das manuelle verticken von den genannten Rohstoffen, nachdem man gebaut hat, ist einfach Überflüssig.
Kriegsschiffe nicht in Werften verkaufen! Warum sollte mir England, deren Nation ich nicht angehöre und zudem nochnichtmal das beste Verhältnis habe, mir ne Fregatte verkaufen? Alto bello... könnte man doch Prima für Gouvernoursmissionen als Belohnung einflechten, im gegensatz zu schnödem Gold, von dem man später eh viel zuviel hat. Genauso wie Schiffe, die fast auschließlich nur von bestimmten Nationen genutzt wurden, zb. Galleonen, die ich mal just bei den holländern kaufen kann. Warum wehrt man sich denn als Gamedesigner so vehement gegen etwas mehr authenzität?
Kapitänsverwaltung! Eher was für'n Patch: hatte in meiner ersten runde meinen Kapitän verloren, für den ich schon ca. 200.000 gold in training investiert hatte, weil ich den Konvoi aufgelöst und umgemodelt hatte; Prompt wurde er durch nen Rookie ersetzt; unrettbar, verloren etc. Ein Kapitänsregister wäre nett (vllt sogar mit Bildchen), so dass man die jungs auf die ersatzbank schicken kann. Auch das Anwerbungssystem ist (wenns das noch gibt) zwar einfacher als beim Patrizier, aber nicht besser.
Mehr auswirkungen der Katastrophen! Korrigiert mich, falls ich falsch liege, aber war das nicht schon früher so, dass die Katatrophen (Hungersnot, Seuche) eher dem Spieler zum Vorteil sind, als zum Nachteil? Die Katastrophen wirken sich meist nur auf Produktion und Warenpreise aus aber sterben tut dabei niemand. Oder hab ich da was übersehen? Ich hatte 3 hungersnöte in folge getriggert, dabei noch den auftrag abgeholt, mehr Nahrung zu liefern; dick beim Nahrungsverkauf abgesahnt und am ende gerademal 100 Leutchens weniger in der Stadt gehabt. Soll das so sein?
Wozu ist das Spital gut? Finde es besser, mehr Tuche und Kleidung zu verkaufen, als ne Seuche abzuwenden, die eigentlich keinen Nachteil für meine Stadt hat. Ohne flax, das war bei P2 auch schon so..
Summasumarum muss ich leider sagen, das sich seit Patrizier2 nicht viel getan hat in der Gameserie, bzw. krankt es immernoch an manchen spieltechnischen fehlern. Und gerade weil es die
alten Ascaron's sind, die bei PR3 mitgewirkt haben, versteh ich es weniger, warum man die meisten Fehler immerwieder begeht, bzw. altes (und zudem noch abgespecktes) Gameplay einfach übernimmt und nur den Grafischen aspekt in die moderne hebt? Nichtsdestotrotz ist es natürlich toll, das sich Kalypso weiterhin um totgeglaubte Spieleserien/Softwarefirmen kümmert. Aber ich erwarte zumindest, dass, wenn schon ein PR3 released wird, es nicht ein PR2 (welches ich ca. 2 Tage gespielt hab und mir aus Frust damals Pirates!Gold installiert hab) im neuen Grafischen gewand ist,sondern darauf aufbaut und ein eigenständiges, erweitertes Produkt dabei herauskommt.
Für die änderungen (und auch viele Sinnvolle Vorschläge der anderen User) würd ich (und warscheinlich auch andere User) sogar ein add-on kaufen, also macht (bitte,bitte, mit Sahnehäubchen) was draus!
so far,
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