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Handel mit gebrauchten Spielen
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Zharkov Offline
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Post: #1
Handel mit gebrauchten Spielen
Während Kalypso vorbildlich Lizenzen wieder von Emailaccounts löst und so den Handel mit gebrauchter Software ermöglicht, gibt ja auch Hersteller, deren DRM scheinbar nicht gegen Raubkopierer, sondern gegen den Wiederverkauf der Software gerichtet ist.

In einem Fall hat der Europäische Gerichtshof jetzt klar gestellt, daß Weiterverkauf von Software nicht einfach per AGB ausgeschlossen werden kann:
http://taz.de/Urteil-des-Europaeischen-G...fs/!96593/
Das dürfte auch für die Spielebranche bedeutsam sein.
03-07-2012 10:53 AM
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Dorimil Offline
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Post: #2
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
oh mein Gott...das würde ja sämtliche Geschäftsmodelle von Steam, EA und Ubisoft aushebeln! rofl...

Raubkopien haben die aktuellen DRM-Maßnahmen nicht verhindert (möglicherweise etwas eingedämmt...). Das war eine reine Aktion gegen den Gebrauchtmarkt. Schön, daß mal ein Gericht verbraucherfreundlich urteilt...ob sich dadurch etwas ändert, bleibt erstmal abzuwarten

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03-07-2012 01:02 PM
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dw1971 Offline
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Post: #3
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Steam-Spiele sind mit diesem Urteil illegal - zwingend einen Steam-Account zu verlangen und das Spiel mit diesem Account zu verbinden, darf Valve nicht (macht es aber trotzdem - die kümmern sich um die Gesetze genauso wenig wie die Raubkopierer)!

Freiwillig wär es okay, wenn Valve bei der Installation fragt, ob man das Spiel über einen Steam-Account aktivieren möchte.

Spannend wäre, wenn ein Käufer eines Steam-Spiels gegen Valve bis zum Erbrechen klagt - dann würd Valve sowas von Einfahren!!!
04-07-2012 12:52 PM
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Dorimil Offline
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Post: #4
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
so einfach ist es leider nicht! Valve würde zusehen, daß der Gerichtsstand nicht in der EU ist, um dem zu entgehen. Bei einer amerikanischen Firma dürfte das sogar leicht fallen...dennoch wäre es vielleicht interessant zu sehen, wenn der Verbraucherschutz da eine Sammelklage anstrengen würde...

Die Firmen sind halt immer noch in dem Irrglauben, daß sie damit signifikant mehr Umsatz machen (als ob jeder der eine gecrackte oder gebrauchte Version nutzen würde, auch den vollen Preis zahlen würde...). Das es auch anders geht, dafür gibt es doch genügend Beispiele und das prominenteste ist (ausgerechnet) Microsoft: gebrauchte Windows-Version? kostenlose 0800-Nummer zur Aktivierung, dauert 5 Minuten und fertig...was will man mehr

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04-07-2012 01:01 PM
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Walt Offline
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Post: #5
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
(03-07-2012 10:53 AM)Zharkov Wrote:  Während Kalypso vorbildlich Lizenzen wieder von Emailaccounts löst und so den Handel mit gebrauchter Software ermöglicht, gibt ja auch Hersteller, deren DRM scheinbar nicht gegen Raubkopierer, sondern gegen den Wiederverkauf der Software gerichtet ist.

In einem Fall hat der Europäische Gerichtshof jetzt klar gestellt, daß Weiterverkauf von Software nicht einfach per AGB ausgeschlossen werden kann:
http://taz.de/Urteil-des-Europaeischen-G...fs/!96593/
Das dürfte auch für die Spielebranche bedeutsam sein.

Wobei man da sagen muss, das auch wir in Zukunft für einige Projekte evtl andere Maßnahmen (Steam etc). verwenden werden. Das entscheiden wir grundsätzlich immer nach Produkt. Zb. verwendet Jagged Alliance - Back in action (da ist Kalypso Co-Publisher) die Steam Technik. PR3 hätte auch gut mit Steam funktioniert, wir haben uns dann aber doch bei der alten Serie dagegen entschlossen. Bei kommenden Neuerscheinungen steht es noch nicht fest, was wir verwenden, oder ob wir auch Systeme mit unserem Launcher koppeln.

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Timo Offline
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Post: #6
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
(04-07-2012 12:52 PM)dw1971 Wrote:  Steam-Spiele sind mit diesem Urteil illegal - zwingend einen Steam-Account zu verlangen und das Spiel mit diesem Account zu verbinden, darf Valve nicht

Das Urteil hat überhaupt gar nichts mit Steam zu tun. Bei Downloadplattformen "abonniert" man den Zugang zu einem Produkt bzw. einer Dienstleistung, das hat mit dem reinen Softwarelizenzhandel (und nur um den geht es in diesem Urteil) nichts zu tun.

Ausserdem bedeutet die Tatsache, dass Gebrauchtverkäufe legal sind ja nicht automatisch, dass man als Käufer ein grundsätzliches Recht darauf hat, jedwede Software gebraucht erwerben zu können.

Die Zulässigkeit der Accountbindung bei Steam wurde ebenfalls in einem früheren Urteil bestätigt, welches auch nach diesem neuen Urteil unangetastet bleibt: http://www.golem.de/1002/73135.html

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(This post was last modified: 04-07-2012 06:43 PM by Timo.)
04-07-2012 04:15 PM
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imi Offline
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Post: #7
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Heise fasst das Thema exzellent zusammen (und erklärt auch warum durch das neue Urteil Steam & Co nicht illegal ist).

http://www.heise.de/newsticker/meldung/E...31306.html

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04-07-2012 04:41 PM
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sauer Offline
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Post: #8
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
http://www.gamersglobal.de/news/55418/ga...n-software

Auch gut dazu.

Vor allem für den Generation tl: dr. Überschrift reicht Wink

Und noch mal sehr Umfangreich von Golem
http://www.golem.de/news/analyse-was-das...92960.html
(This post was last modified: 04-07-2012 09:26 PM by sauer.)
04-07-2012 06:17 PM
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Zharkov Offline
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Post: #9
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Als potentieller Kunde frage ich mich immer, warum die Hersteller den Weiterverkauf unbedingt unterbinden wollen? Halten die ihre eigenen Produkt für so schlecht, daß sie glauben, die Käufer wollten die sofort wieder loswerden?
04-07-2012 11:43 PM
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Dorimil Offline
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Post: #10
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Nicht unbedingt. Aber es gibt genug Leute, die sich ein Spiel neu kaufen, es durchspielen (soweit das überhaupt geht...wie kann man ein Anno "durchspielen"?...egal) und dann wieder verkaufen, um sich von dem Erlös das nächste Spiel zu kaufen.
Solche Auktionen hat man sehr häufig bei ebay gesehen. Ich habe das auch immer mal genutzt, um günstig an aktuelle Spiele zu kommen.
Der zweite Käufer macht den Umsatz nicht mehr mit dem Publisher sondern mit einer Privatperson. Diesen Umsatz wollen die Firmen selber machen. Wirtschaftlich gesehen, kann ich das ja auch nachvollziehen. Allerdings gibt es bei der Sache einen Haken. Wenn mich ein Spiel interessiert, würde ich es gerne anspielen. Da Demos in heutiger Zeit leider eine Ausnahme sind und ich nicht bereit bin die Katze im Sack zu holen, versuche ich mir diese Spiele halt günstiger zu besorgen. Auch mit dem Hintergrund, nicht zuviel Geld "verschwendet" zu haben, wenn mir das Spiel aus welchen Gründen auch immer, nicht gefällt. Was nicht zwangsläufig heißt, daß das Spiel schlecht ist.
Ein Beispiel: Ich habe mir ca. 1 Woche nach Release Two Worlds II bei ebay besorgt, für ca. 30€. Habe das Spiel ca. 5h gespielt und festgestellt, daß es mir nicht gefällt. Ich würde aber nie behaupten, daß das Spiel an sich schlecht ist! Wink Dann habe ich es wieder bei ebay für ca. 25€ vertickt. Diese beiden Verkäufe wollen die Publisher selber machen. In meinem Falle nur leider ein Irrglaube. Wenn ich nicht mehr die Möglichkeit habe, ein Spiel anzutesten, kaufe ich es mir eben nicht. d.h. der Umsatz für die Firma bleibt gleich, allerdings hat sie durch das "Geschäftsmodell" bei mir einen schlechteren Ruf und ich überlege mir bei jedem weiteren Spiel dieser Firma, ob es mich überhupt noch interessiert. (Beispiel in meinem Falle: Anno-Fan seit 1602, aber habe kein 2070 gekauft, wg. dem UGL...ja, ich kenne die Demo, aber die war überhaupt nicht aussagekräftig)

ich weiß nicht wie die Rechnung dahinter aussieht. Aber zu sagen durch solche Massnahmen würde jeder Gebrauchtkäufer oder Raubkopierer, bzw. jemand der sich eine illegale Kopie besorgt, zu einem normalen Kauf verleitet ist naiv. Ich würde eine Quote von 2% schon als sehr hoch empfinden und die schwarzen Schafe stört es eh nicht...
Auch die "Power-Gamer" können jetzt nicht mehr jedes Spiel kaufen, da sie wissen, sie können es nicht mehr verkaufen, um so frisches Geld für das nächste Geld zu generieren. Dadurch geht auch da den Firmen Umsatz verloren.
Nach meiner Meinung ist das ein Verlustgeschäft und an der Realität vorbeigedacht...

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05-07-2012 09:08 AM
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sauer Offline
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Post: #11
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Gedankenwelt BWLer != Realität.

Dem Grundgedanken nach hat jeder Kunde ein unbegrenztes Budged für Unterhaltung, es gibt keine Konkurenten, jeder der billiger gebraucht kaufen würde ist ein verlorener Vollpreiskäufer und jeder Schwarzkopierer ist auch ein verlorener Vollpreisverkauf.
Geld kann sich demnach unendlich vermehren.

Durfte mal so ein Exemplar erleben...

Besonders, dass sich eventuell bei den Spielen neue Käufe zum Vollpreis aus den Gebrauchtverkäufen refinanzieren grundsätzlich war unglaubwürdig. Manchmal frage ich mich, ob man bei so einem Studium irgendwann seinen gesunden Menschenverstand abgibt.
(This post was last modified: 05-07-2012 09:28 AM by sauer.)
05-07-2012 09:27 AM
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dw1971 Offline
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Post: #12
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
@timo: Stimmt, Steam an sich ist nicht illegal (da hab ich mich falsch ausgedrückt) nur dass Valve den Weiterverkauf verhindern will, das ist zumindest fragwürdig. Auch wenn im Heise-Artikel steht, dass es die Hersteller nicht verpflichtet, das möglich zu machen... es muss nur ein Gebraucht-Spielekäufer klagen, weil sein legal erworbenes Spiel nicht läuft, dann wirds lustig.

Mit der gleichen Argumentation der "geldgierigen" Spielehersteller wie Valve, UBIschrott oder EA könnte man jeglichen Gebrauchtkauf verhindern - egal ob Autos, Fernseher, Computer, Bücher, Musik-CDs usw... auch deren Hersteller machen beim Gebrauchtkauf keine weiteren Einnahmen.

Die genannten Spielehersteller scheinen nur eines zu vergessen: Wenn jemand die Spiele gebraucht nicht kaufen kann/darf - lädt er sie gratis aus dem Internet runter. Dann haben sie auch keine Umsätze - nur: mit dem Erlös aus dem Gebrauchtspiele-Verkauf würde sich der Erstkäufer ein neues Spiel zulegen - also kommen dadurch wieder Umsätze zustande.

Die Hersteller machen sich mit dieser Maßnahme ihre Umsätze/Verkaufszahlen selbst kaputt, denn zusätzlich kaufen viele Spiele-Interessenten keine Spiele mit Steam/Ubilauncher/Origin usw...

Ich seh's bei mir: Bis 2008 hab ich durchschnittlich pro Jahr 10 bis 12 PC-Spiele original gekauft - 2011 war es genau eines, 2012 bisher noch kein einziges.

Wer ein Steam-Spiel weiterverkaufen möchte, soll sich einfach für jedes Spiel einen neuen Account anlegen und dann nach dem Verkauf die Account-Daten an den Käufer weiterleiten. Auch wenn Valve das in seinen Geschäftsbedingungen verbietet - das wär mir echt egal. Wink
(This post was last modified: 05-07-2012 01:40 PM by dw1971.)
05-07-2012 01:17 PM
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Zharkov Offline
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
(05-07-2012 01:17 PM)dw1971 Wrote:  Mit der gleichen Argumentation der "geldgierigen" Spielehersteller wie Valve, UBIschrott oder EA könnte man jeglichen Gebrauchtkauf verhindern - egal ob Autos, Fernseher, Computer, Bücher, Musik-CDs usw... auch deren Hersteller machen beim Gebrauchtkauf keine weiteren Einnahmen.

Für Filme-DVDs gabs das schon. Da konnte man sich die DVD kaufen, angucken und dann wegwerfen (denn das Ding ist nach ein paar Tagen kaputt gegangen). Kosten kurz über den Leihgebühren von DVDs, denn man muß die Dinger ja nicht zurückbringen. Das Geschäftmodell haben allerdings nicht einmal die US-Amerikanischen Verbrauchen akzeptiert... aber ich glaube, nur in Frankreich gibt es das noch.
05-07-2012 04:43 PM
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dw1971 Offline
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Stimmt, Disney DVD hat das mal probiert in den USA - die Filme waren spottbillig, konnten nur einmal angeschaut werden und sind wie Blei in den Regalen liegengeblieben... für Disney war es ein Riesenverlustgeschäft und ein Riesen-Image-Schaden!

Nur bei der PC-Spielegemeinde scheinen einige so süchtig nach Spielen zu sein, dass sie alles mit sich machen lassen.

Mich würde mal intererssieren, wieviele von 100 Spiele-Interessenten sich ein Steam-Spiel kaufen (schätz weniger als zwei Drittel) und wieviele der Käufer sofort nach dem Installieren Steam mit einem Crack aushebeln (schätz knapp ein Fünftel derjenigen, die sich trotz Steam das Spiel gekauft haben).
(This post was last modified: 12-07-2012 01:48 PM by dw1971.)
12-07-2012 01:44 PM
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Zharkov Offline
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
(12-07-2012 01:44 PM)dw1971 Wrote:  Nur bei der PC-Spielegemeinde scheinen einige so süchtig nach Spielen zu sein, dass sie alles mit sich machen lassen.

Naja, sind wohl nicht nur einige. Wenn wir Verbraucher Gängelung konsequent mit Kaufverweigerung abstrafen würden, dann wäre mit diesem ausufernden DRM schon lange Schluß.
13-07-2012 12:22 PM
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Melbourne Online
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Hier ist aber wohl auch der Deutsche an erster Stelle. Wenn man sich die Meinungen von Käufern anderer Länder anschaut, haben diese weitaus weniger Probleme mit DRM (z.B. Steam). Und alleine die deutschen Käufer werden nicht viel ausrichten können.

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13-07-2012 12:58 PM
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Norbert Offline
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Post: #17
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
(13-07-2012 12:58 PM)Melbourne Wrote:  Wenn man sich die Meinungen von Käufern anderer Länder anschaut, ...

Man sehe sich aber auch mal den durchschnittlichen IQ und/oder die Propaganda Mediengestaltung in diesen Ländern an. Big Grin

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13-07-2012 03:10 PM
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Zharkov Offline
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Post: #18
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Verstehe ich nicht! Woran sieht man denn, daß die Deutschen mit DRM unzufriedener sind als Konsumenten anderer Nationen?

Und warum können deutsche Konsumenten nichts ausrichten? Vergangenes Jahr sollen hier bei uns 1,56 Mrd. € mit Videospielen umgesetzt worden sein. Dann werden auch noch fast alle Spiele ins deutsche übersetzt. So unwichtig kann der Markt doch nicht sein.

(13-07-2012 12:58 PM)Melbourne Wrote:  Hier ist aber wohl auch der Deutsche an erster Stelle. Wenn man sich die Meinungen von Käufern anderer Länder anschaut, haben diese weitaus weniger Probleme mit DRM (z.B. Steam). Und alleine die deutschen Käufer werden nicht viel ausrichten können.
14-07-2012 11:03 PM
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Melbourne Online
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Post: #19
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Weil die Märkte in z.B. den USA ganz anders aussehen. Dort ist der PC-Markt im Handel bis auf einigen Ausnahmen nicht mehr vertreten. Wenn man da PC-Spiele spielen will, bleibt einem fast nur Steam oder andere Anbieter.

Auf den Konsolen gibt es ja keinen direkten DRM-Schutz, deshalb sind da viele Käufer auch nicht direkt betroffen.

Aber wenn man sich mal Foren durchliest, sind die Engländer und Amerikaner nicht so abgeneigt gegen Steam. Beim dauerhaften Onlinesein (z.B. Diablo 3) sind sie aber auch kritischer, aber bei weitem nicht so kritisch wie die Deutschen.

Aber auch in Deutschland haben viele Spieler Diablo 3 gekauft und vor allem die jüngere Generation hat weniger Probleme mit DRM als die ältere Generation. Also man wird nie den ganzen dt. Markt dazu bringen sich gegen DRM auszusprechen.

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15-07-2012 12:30 AM
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Zharkov Offline
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Post: #20
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
(15-07-2012 12:30 AM)Melbourne Wrote:  [...] vor allem die jüngere Generation hat weniger Probleme mit DRM als die ältere Generation.

Manchmal komme ich mir schon vor wie so ein alter Sack der gegen alles Neue ist. Ist es wirklich so aus der Welt, daß man manche Videospiele schnell wieder verkaufen will und andere auch in 20 Jahren noch spielen möchte?
16-07-2012 03:15 PM
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Nachtschatten Offline
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
(16-07-2012 03:15 PM)Zharkov Wrote:  
(15-07-2012 12:30 AM)Melbourne Wrote:  [...] vor allem die jüngere Generation hat weniger Probleme mit DRM als die ältere Generation.

Manchmal komme ich mir schon vor wie so ein alter Sack der gegen alles Neue ist.



Ich bin der Meinung, dass "Wir alten Säcke" (ja, ich gehöre auch dazu!) erheblich mehr Freiheiten genießen konnten, als die nachfolgende(n) Generation(en). In unseren Reihen sind die anti-autoritär und die nicht-autoritär erzogenen Kinder aus diversen geburtenstarken Jahrgängen (ja, damals gabs noch wirklich harte Winter, das Fernsehen hatte etwas, das sich "Sendeschluss" nannte und Computer und Konsolen waren weitgehend unbekannt, unerschwinglich oder schlicht zu groß Wink).
Die Generationen, die in eine hochtechnisierte Welt "hineingeboren" wurden, waren (u.a.) die "Null-Bock-Generation", die "Mir-doch-egal-Generation" und die heutige "Ey-Aller-Ey-Digger-ich schwör-Generation". Smile

Während wir "alten Säcke" die technische Entwicklung Stück für Stück, teils sehr skeptisch und teils auch ablehnend, miterlebten, bekamen die nachfolgenden Generationen den jeweiligen technischen Fortschritt "serienmäßig" mitgeliefert, bedienten sich der Technik äusserst selbstverständlich und ist/war zum großen Teil sogar von ihr abhängig.
Mal ehrlich, wer von den "jungen Leuten" kann sich denn noch ein Leben ohne Internet oder gar ohne "Handy" vorstellen??? Tongue

Die jüngeren Generationen haben gemeinsam, dass sie in erster Linie um ihre Bequemlichkeit besorgt sind Wink, während "wir" Älteren immer mehr Regeln, Gesetze und Kontrollmaßnahmen befürchten Sad.
Schließlich haben wir im Laufe der Zeit schmerzlich erkannt, wie die Welt um uns herum durch immer neue Gesetze immer überregulierter wurde und wie eine Freiheit nach der anderen verschwand.
Man kann also sagen, dass wir um unsere Freiheit kämpfen, wenn wir DRM und Konsorten ablehnen.

Denn wie heisst es doch so schön im Monty-Python-Film "Ritter der Kokosnuss":
"Hilfe, ich werde unterdrückt!!!"
Big Grin

(16-07-2012 03:15 PM)Zharkov Wrote:  Ist es wirklich so aus der Welt, daß man manche Videospiele schnell wieder verkaufen will und andere auch in 20 Jahren noch spielen möchte?

Auch dies scheint mMn ein "Generationending" zu sein.

Die, die (Video- und Computer-) Spiele nach erfolgreichem oder auch erfolglosem Durchspielen wieder verkaufen möchten, sind größtenteils "Ältere". Sie sind es auch, die gute Spiele aufheben und nach mehreren Jahren noch begeistert spielen.

Wenn den "Jüngeren" ein Spiel nicht gefällt, so wird zuerst versucht, es zurück zu geben. Ist dies nicht möglich, so wird es weggeschmissen/gelöscht oder an jemanden verschenkt, den man nicht ausstehen kann. Smile
... und warum ein Spiel aufheben, wenn es schon übermorgen sowas von out ist?


Sollte sich jemand von dieser meiner (leicht ironisch eingefärbten) Meinung angegriffen oder gar beleidigt fühlen, so täte es mir leid, da keinerlei Angriff beabsichtigt ist/war.

Enjoy the Night
Nachtschatten

"Anderer Leute Reichtum ist ärgerlich, bis er der eigene wird."
(Josef Stalin)
17-07-2012 01:14 AM
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Oldie Gamer Offline
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
(17-07-2012 01:14 AM)Nachtschatten Wrote:  Ich bin der Meinung, dass "Wir alten Säcke" (ja, ich gehöre auch dazu!) erheblich mehr Freiheiten genießen konnten, als die nachfolgende(n) Generation(en). In unseren Reihen sind die anti-autoritär und die nicht-autoritär erzogenen Kinder aus diversen geburtenstarken Jahrgängen (ja, damals gabs noch wirklich harte Winter, das Fernsehen hatte etwas, das sich "Sendeschluss" nannte und Computer und Konsolen waren weitgehend unbekannt, unerschwinglich oder schlicht zu groß Wink).
Die Generationen, die in eine hochtechnisierte Welt "hineingeboren" wurden, waren (u.a.) die "Null-Bock-Generation", die "Mir-doch-egal-Generation" und die heutige "Ey-Aller-Ey-Digger-ich schwör-Generation". Smile

Während wir "alten Säcke" die technische Entwicklung Stück für Stück, teils sehr skeptisch und teils auch ablehnend, miterlebten, bekamen die nachfolgenden Generationen den jeweiligen technischen Fortschritt "serienmäßig" mitgeliefert, bedienten sich der Technik äusserst selbstverständlich und ist/war zum großen Teil sogar von ihr abhängig.
Mal ehrlich, wer von den "jungen Leuten" kann sich denn noch ein Leben ohne Internet oder gar ohne "Handy" vorstellen??? Tongue



Sollte sich jemand von dieser meiner (leicht ironisch eingefärbten) Meinung angegriffen oder gar beleidigt fühlen, so täte es mir leid, da keinerlei Angriff beabsichtigt ist/war.

Und schön waren auch noch die Zeiten, als wir Kasetten kopiert haben oder Radiosendungen aufgezeichnet haben, um Musik für unseren hochmodernen Walkman zu haben. Mein Tochter würde jetzt fragen: Walkman, Wer ist das? Kein Superheld, Schatz!Big Grin Wir konnten damals auch NICHT auf unsere hochmodernen Geräte verzichtenRolleyes Auch Gameboy-Spiele oder Kassetten mit ulrahochmodernen Games konnte man noch tauschen (nur so am Rande erwähnt)!

Jedoch mussten wir kein "ANGST" haben, nur weil wir Songs vom Radio aufgezeichnet haben. Heute würde man uns wahrscheinlich Handschellen anlegen (übertrieben ausgedrückt).

Aber so ein Sendeschluss Testbild sollten alle Kanäle dauerhaft 24 Stunden am Tag zeigen, hat den gleichen Effekt, wie das was heute gesendet wird ..... (bei DDR 1 und DDR 2 war es ein Bild mit grauen und weißen Streifen)Big Grin Sorry wir hatten nur ein Schwarz-Weiß Fernseher!

Ich bin so .....Ich brauche es nicht .....Ich könnte es....Wink
17-07-2012 10:12 AM
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chris@realmforge Offline
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Bin leider auch nicht mehr der Jüngste, aber ich muss sagen, dass die Nostalgie und "Früher war alles besser™" mich noch nicht ergriffen haben.

Bei Radioaufzeichnungen muss man übrigens noch immer keine Angst haben, dass das BKA an die Haustür klopft. Wink

Wer in meiner Jugend sich mit Computern beschäftigt hat, der hätte genau so gut satanische Messen auf dem Friedhof abhalten können, da sind wir heute doch ein bisschen weiter.
17-07-2012 11:00 AM
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Dorimil Offline
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
@Nachtschatten:
der Tag kann trotz Dauerregens nur gut werden, wenn man erstmal Tränen gelacht hat! Big Grin Danke!

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19-07-2012 10:04 AM
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dw1971 Offline
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Post: #25
RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Eines wurde deutlich festgestellt, seit dem Erscheinen von Spielen mit DRM - und erst Recht seit dem Erscheinen von Spielen mit Steam-, Origin- und Ubilauncher sind die Zahl an Raubkopien nach oben geschnellt.

Und das sind nicht mehr die Studenten, die sich den Kauf der Spiele nicht leisten können, sondern das sind Gamer, die wegen dem Kopierschutz auf die illegale Variante ausweichen. So nach dem Motto "wenn man schon zum Internet gezwungen wird, lädt man gleich alles runter"

Aber erste Firmen haben das bereits erkannt, so wird zB. "The Witcher 2" ohne jeglichen Kopierschutz angeboten und - für Experten wenig erstaunlich - das Game wird deutlich WENIGER als Raubkopie runtergeladen und dafür mehr gekauft!

Hier müsste endlich ein Umdenken der Spielehersteller einsetzen, nämlich dass die Käufer wieder belohnt werden sollten und nicht mit geisteskrankem Kopierschutz-Terror bestraft werden.

Ich hab mir viel Geld die letzten Jahre gespart, würd aber gerne (wenn die Hersteller gute Spiele ohne Internet-Zwang mit fairem Kopierschutz anbieten würde) wieder mehr Spiele kaufen.

Den Internet-Zwang kann ich sowieso nicht verstehen... viele haben privat kein Internet, viele leben in Gegenden, wo Internet gar nicht empfangen werden kann oder nur miserabel... Internet ist eine ganz andere Technologie und hat mit einem Computerspiel (wenn es nicht ein Online- oder Multiplayerspiel ist) rein gar nichts zu tun.

Das wäre so, wie wenn ich mir einen Fernseher kaufe, und die Aktivierung des Fernsehers nur über eine Blu-Ray funktioniert... also müsste sich jeder Fernsehbesitzer einen Bluray-Player kaufen - egal ob er ihn sonst benötigen würde. Für mich wäre sowas Erpressung - aber die Spieleindustrie (namentlich vor allem die schlechten Firmen EA, Ubischrott und Valve) darf ihre Kunden erpressen.

Noch ein Wort zu KALYPSO: Kalypso zähle ich nicht zu den Schlechten der Branche, aber auch nicht zu den Guten... der Kopierschutz ist einigermaßen fair, aber jemand, der zu Hause kein Internet hat, könnte sich (wegen diesem Launcher) nie ein Update runterladen. Und wenn man Spiele wie MudTV sich ansieht (ich weiß, das war noch ohne Launcher - aber ich musste es als Beispiel nehmen, weil ich MudTV gekauft hab und deshalb den Zustand ohne Updates kannte), die waren ohne Updates so gut wie nicht lauffähig. Um Kalypso zu den Guten zählen zu können, würd ich mir erwarten, dass die Updates ganz normal runtergeladen werden können, auf einen USB-Stick kopiert und dann zu Hause installiert werden können - auch ohne Internet zu Hause. Aus dem Internetzwang also eine optionale Internet-Unterstützung machen (für den, der es wünscht)
(This post was last modified: 19-07-2012 01:11 PM by dw1971.)
19-07-2012 12:21 PM
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Quote:Eines wurde deutlich festgestellt, seit dem Erscheinen von Spielen mit DRM - und erst Recht seit dem Erscheinen von Spielen mit Steam-, Origin- und Ubilauncher sind die Zahl an Raubkopien nach oben geschnellt.

Wo wurde das denn deutlich festgestellt?

Für Film und Musik gibts da mittlerweile schon etliche Statistiken und Studien (http://de.wikipedia.org/wiki/Raubkopie verlinkt einige), aber für Spiele hab ich noch nichts brauchbares gefunden..

Selbst die Statistiken der BSA betreffen eigentlich mehr Anwendungsprogramme statt Spiele (und sie wären vermutlich die Letzten die behaupten, dass die angeblich steigende Raubkopiererrate mit der DRM-Einführung korreliert. Wink)

[Image: ds18.jpg]
24-07-2012 09:08 PM
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dw1971 Offline
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RE: Handel mit gebrauchten Spielen
Quote:Wo wurde das denn deutlich festgestellt?

In den Statistiken der Download-Portale bzw. Torrentseiten... ich selbst habs auf shortnews.de gelesen, dass durch die (Terror)Kopierschutzmaßnahmen genau das Gegenteil erreicht wurde, nämlich ein gewaltiges Ansteigen der Internet-Downloads.

Gerade deshalb kann ich auch nicht verstehen, wieso man zur Internet-Aktivierung gezwungen wird... man wird gezwungen, sich ausgerechnet jenes Instrument zuzulegen, mit dem man Spiele gratis runterladen kann.
03-08-2012 09:40 AM
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