Frisch gekauft, freudig dabei.
#1
Hi liebes Forum,

Nachdem gerade Ostersale im PSN war habe ich mir GA:M für 17,99€ gegönnt.
Hatte zuvor schon öfters hier gelesen und war schon gespannt darauf, wie es mir so im Spiel ergehen wird.
Daher gleich mal mit der Kampagne angefangen und nach ein paar Stunden direkt mal komplett Pleite gegangen. Da war ich doch etwas verwundert nach all den Meldungen, dass das Spiel zu leicht wäre und man angeblich Millionen scheffelt, wenn man nur die logische Konstellation an Städten baut. Und das obwohl man in der Kampagne ja sogar noch angeleitet wird ^^

Obwohl ich vielleicht gerade mal 2 Produktionsstätten pro Betrieb in der Hauptstadt und meinen beiden anderen Städten hatte, waren alle immer chronisch auf Überproduktion, selbst wenn ich die Leistung auf etwa 20% herabgesetzt hatte. Meine automatischen Händler waren zwar eifrig am fahren und verkaufen, brachten aber im durchschnitt ein Minus von an die 30.000€ laut Statistik ein. Nachdem ich alles versucht hatte (Betriebe nochmal runter auf 1, Produktion teilweise auf 0), musste ich schlussendlich aufgeben. Eines der grössten Probleme war unter anderem der automatische Händler, der einfach ein merkwürdig dummes Verhalten an den Tag legten. Obwohl genug Platz vorhanden war kaufte er nur wenig von den überproduzierten Waren und machte daher in den Zielstätten kaum Gewinn. Dafür kaufte er Waren dort ein die ich garnicht benötigt hätte. Manuelle kaufen/verkaufen war da zehnmal gewinnbringender, half mir aber am Ende auch nichts mehr. 

Also gleich nochmal eine zweite Kampagne gestartet. Alles strikt nach Tutorial gemacht. Dritte Stadt gebaut. Dafür gesorgt nirgends eine Überproduktion zu haben. (Das verstehe ich sowieso noch nicht. Wie kann ich mehr als vielleicht 2 Betriebe einer Produktionsstätte haben ohne gleich in Überproduktion zu gehen? Die Bevölkerung verbraucht ja fast nichts, also bleibt nur der Verkauf an anderen Städte. Diese brauchen aber eigentlich nur relativ geringe Mengen. Ein automatischer Händler jedenfalls scheint da nicht mehr abdecken zu können).

Immerhin habe ich nun 3 Städte, keine Überproduktion, und einen geringen Gewinn von vielleicht 0,5-3 Tausend pro Woche. Aber mehr als das scheint derzeit nicht möglich zu sein. Und das obwohl ich eigentlich kaum Ausgaben habe. Das Problem ist eher, dass meine Händler kaum Gewinn bringen bzw die Unterhaltskosten halt recht viel wegnehmen. Ich lebe also derzeit von den Steuereinnahmen und dem bisschen was übrig bleibt vom Handel. Mehr als eine einzelne Gruppe Soldaten könnte ich damit aber nicht mehr erhalten.

Videos und Tipps habe ich glaube ich schon alle gelesen die es zu finde gab. Viel haben sie mir bisher noch nicht gebracht. Bin mir derzeit also noch nicht sicher wie ich zumindest in der Startphase irgendwie mehr Gewinn machen kann. Mehr produzieren scheint nicht zu gehen, wenn es keine Abnehmer gibt. Bleibt vielleicht nur noch der manuelle Handel um zumindest etwas einnehmen zu können?

Wie sieht es eigentlich mit er Zukunft des Spiels aus? Zuletzt posteten die Entwickler ja hier und auf Steam, dass man noch dran wäre aber nicht versprechen könne. Hat sich das nun erledigt oder ist man tatsächlich noch 'dran'?
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#2
Moin Seitenwerk,

die einfachste Möglichkeit, das Startkapital aufzustocken, ist ein fleißiger Späher, der Abenteuerpunkte abklappert. Außer in Nordafrika gibt es in allen Regionen mehrere Abenteuerpunkte, die auch von der Startstadt aus schon erreichbar sind. Die einfachsten sind Warenhaufen, denn die werden niemals von Banditen bewacht. Abenteuerpunkte wie Dolmen, Karren, Schiffswrack oder Steinkreis enthalten entweder einen Goldschatz oder Waren, können aber Banditen ausspucken, die es zu besiegen gilt bevor man sich den "Inhalt" unter den Nagel reißen kann. Zu Beginn des Spiels wird Dein Späher in der Regel mit einer Banditeneinheit fertig, solange es keine Stabwaffeneinheit ist - auch bei Rittern sollte man vorsichtig sein. Behalte die Mannschaftsstärke Deines Spähers gut im Auge, wenn sie unter 5 sinkt solltest Du eine Flucht in Erwägung ziehen. Denn wenn Dein Späher aufgerieben wird, kannst Du erst nach Erforschung und Bau einer Reitschule (Kasernen-Erweiterung) einen neuen bauen.
Hast Du eine Holzhütte entdeckt? Bingo! Die füllt Deine Militär-Einheiten, und dazu gehören auch Späher, wieder auf. Tipp: auch wenn die Markierung einer Holzhütte verschwunden ist, ist sie dennoch auf der Karte und meist ist es möglich, sie mehrfach zu besuchen. Es lohnt sich also, sich die Position der Holzhütte einzuprägen. Wink
Halte bei angewähltem Späher die Alt-Taste gedrückt um zu sehen, wie weit sich sein Erkundungsgebiet erstreckt. Dieses erweitert sich mit jeder Stadt die baust.

Aber irgendwann ist auch das schöne Späh-Geld aufgebraucht. Spätestens dann sollte Deine Wirtschaft einigermaßen stabil sein. Dazu mal ein statistischer Wert vorweg: Sind alle Produktionsentwicklungen erforscht, produziert ein System, in dem von allen 20 Waren die gleiche Anzahl an Betrieben steht, exakt die Menge an Waren, die die Bevölkerung verbraucht. Mit zwei Ausnahmen: +50% Ziegel und +20% Holz. Eben genau das, was man sich zum Weiterbauen wünscht. Diese "absolute" Balance gilt anfangs natürlich noch nicht, greift aber dennoch schon ähnlich, da einige Forschungspunkte die Produktion von Betrieben erhöhen.
Daraus ergibt sich ein einfach nachzuvollziehendes Start-Ziel:
Ein System aus vier oder fünf Städten, ich persönlich bevorzuge Vierer-Systeme, das alle 20 Waren produzieren kann (wenn mal eine Ware fehlt, ist das kein Beinbruch). Jede Betriebeart wird in nur jeweils einer Stadt gebaut. Verbinde Deine Städte mit Händlern, die entweder in gegenläufigen Rundrouten (ABCD und DCBA) oder einem Sternsystem mit Depotstadt (AB, AC, AD, A ist die Depotstadt) verkehren. Persönlich bevorzuge ich das Sternsystem, welches aber den Nachteil hat, dass es erst richtig in die Gänge kommt, wenn das Depot voll ausgebaut ist, und für die Ausbaustufen wird Werkzeug benötigt.
Es gibt zwar auch andere Strategien, ich denke aber, dass der Bau von Produktionsketten effektiver ist. Ein optimales Vierer-System sieht dann so aus:
Stadt 1: Getreide, Honig, Bier, Brot (4)
Stadt 2: Wolle, Felle, Tuch, Kleidung (4)
Stadt 3: Holz, Salz, Fleisch, Fisch (4)
Stadt 4: Kohle, Eisen, Werkzeug, Keramik, Prunk (5)
Die fehlenden Waren Ziegel, Früchte und Wein komplettieren die Städte 1 bis 3.
Wie gesagt, wenn mal ein oder zwei Waren fehlen, ist das nicht wirklich schlimm (sollten natürlich keine Grundwaren oder Baumaterialien sein).
Versuche die Abstände zwischen den Städten eines Systems in etwa gleich zu halten, dann ist die Händlerfrequenz ausbalancierter. Aber auch hier gilt: es muss nicht alles perfekt sein.

Baue die Betriebe Deiner Städte in gleicher Anzahl aus, Ziegel und Holz sollten es immer ein paar mehr sein (bei mir meist zwei oder drei), damit Du zügig weiter bauen kannst. Anfangs ist auch ein leichter Getreide-Überschuss angebracht (erst mit der Dreifelderwirtschaft ergibt sich das höchste Potential), es soll schließlich genug für die Siedlerausbildung übrig sein.
Die eigene Ausdehnung ist ein Schlüsselpunkt, denn nur über die Gebietsausdehnung, die mit neuen und wachsenden Städten einhergeht, schaltet man neue Ränge und damit Forschungspunkte frei. Produktionsboni erhöhen den Gewinn pro Betrieb und neu frei geschaltete Waren bieten zusätzliche Verdienstmöglichkeiten.

Soweit von mir, wollte mich auch nicht zu sehr "verzetteln". Wink
Wenn Du Fragen hast, immer her damit. Wenn Du gar nicht klar kommst, kann ich vielleicht auch mal ein kleines Kochrezept für den Anfang der Kampagne zusammenstellen.

Viel Spaß beim Zocken!


Gruß
Cete

PS: Bedenke, dass dies meine Einschätzung ist, auch wenn sie funktioniert, hat sie keinen Anspruch, die beste zu sein. Und: am meisten Spaß macht es, sich seine eigene Strategie zu "erspielen". Wink
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#3
Guten Tag Seitenwerk Smile,

naja, sowohl bei den Betatestern, wie auch bei den Vorbestellern dürfte es sich eher um ausgebuffte Profis der Spielgattung WiSim gehandelt haben. Möglich das denen das Spiel an einigen Stellen als zu leicht vorgekommen ist.
Für mich ist es das nicht gewesen, alleine schon deshalb, weil man eigentlich erst dann ordentlich planen kann, wenn alle für die Wirtschaft relevante Forschung getätigt ist, aber ich gebe auch gerne zu, das es sicher ganz viele Spieler gibt welche mehr "Spiel" haben, als meinereiner.
An spielerischen Herausforderungen finde ich aber auch nichts so wirklich verkehrt und wer Pleite geht, will es auch irgendwo so, denn schließlich gibt es Speicherstände.
Anders als Cete lege ich das Spiel immer als Kreisläufe an, welche sich überschneiden und die Anlage des Spiels scheint meiner Spielweise auch entgegen zu kommen, denn eigentlich startet man an keinem Punkt (auch im freien Spiel) nicht nur mit einer Stadt sondern in Wirklichkeit eher mit drei Städten.
Die beiden fehlenden Städte wollen aber erst einmal auf den Maps aufgedeckt und Handelsbeziehungen eröffnet, wie auch Strassen gebaut werden. Das Startkapital reicht in der Regel auch aus um wenigstens eine dieser neuen Städte diplomatisch übernehmen zu können.
Im Kampagnenszenario findest du diese Städte im Südosten.
Die Kampagne ist das Tutorial und ich denke, das man sich dort die Zeit nehmen sollte, eigene Ideen auszuprobieren weil wir alle unsere eignen Spielideen haben und zunächst heraus finden müssen, wie weit sie sich mit den Mitteln des Spiels umsetzen lassen.
Wie viele Karren braucht der Händler und in welcher Reihenfolge sollte er die Städte anfahren, könnte so eine Denksportaufgabe vielleicht sein.
Mindestens also vor dem Erfüllen einer Aufgabe abspeichern, denn die nächste Aufgabe könnte unsere vorherigen Aktivitäten in Frage stellen und Änderungen erforderlich machen.
Weil kaum etwas so lästig ist, wie Überfälle auf die Händler möchte ich meinem allgemeinen Geschwafel noch etwas präziseres hinzufügen. Du wirst die Aufgabe erhalten, südlich deiner Startstadt einen neue Stadt zu gründen. Baue diese so, das deine Soldaten einen möglichst kurzen Weg zu dem im Südwesten vorhandenen Gegner haben und beinahe auf dem ganzen Anmarschweg versorgt sind.
Errichte in dieser Stadt eine Kaserne, bevor du es in deiner Startstadt machst. Vor der durch die Kampagne bedingten Kriegserklärung solltest du wenigstens 2 Mio auf dem Konto und Soldaten mit Schwert und Schild wie auch Bogenschützen erforscht haben.
Übernehme die Stadt dann militärisch (dazu mußt du praktisch einen ständigen Nachschub an Soldaten generieren und es sollten um die 20 Einheiten sein, welche die Stadt angreifen)
Nach der militärischen Übernahme am besten sofort einen Wachturm an die Furt bauen und mit Bogenschützen besetzen.
Der Gegner wird immer wieder über die Furt versuchen in dein Gebiet zu gelangen, was der Wachturm eigentlich zuverlässig verhindert. Es ist auch nicht verkehrt es dem Gegner unmöglich zu machen, neue Städte innerhalb deines Territoriums zu errichten.
Wenn du keine anderen Pläne hast, kannst du also nach der Übernahme deine Truppen wieder bis auf den Späher und die eine Gruppe Bogenschützen reduzieren, was Geld spart.
Viel Spaß mit dem Spiel denn noch Smile.

MfG
Musketeer
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#4
hier steht so einiges  über das Handeln. Kannst du mal durchlesen . Die Tipps helfen schon mal ganz gut .

http://games-blog.de/grand-ages-medieval...uide/4365/
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