Kopierschutz
#31
Ich oute mich mal: Ich hab SimCity 4 Deluxe runtergeladen. Zwei Mal. Warum?

Nunja, ich bin Student. Und ich war daheim bei meinen Eltern und hatte die CDs (ja, ich hab das Spiel sogar zweimal gekauft) in meiner Studentenbude vergessen. Also runterladen oder extra wegen der CDs mehrere Stunden Fahrt auf sich nehmen? Die Antwort fiel mir leicht. Sind EA da nun wirklich Einnahmen entgangen? Nein. Wäre der Download nicht möglich gewesen, hätte ich mir halt was anderes zum Spielen gesucht.

Gute Spiele kaufe ich immer und gerne. Gute Spiele mit überzogenem Kopierschutz (Stichwort: Rootkits) lasse ich liegen. Deswegen musste ich etwa auf Mirror's Edge verzichten. Konsquent sein tut weh Sad. Aber ich will sowas nicht unterstützen.
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#32
http://www.escapistmagazine.com/articles...75-Ubisoft

"Ubithoff" :-D

Aber mal Schluss mit dem bashing. Meiner Meinung nach zeichnen sich die Alternativen zum hard-core DRM ja bereits am Horizont ab: MMO (WoW) oder Content-Packs (The Sims). Das Spiel gibts "auf Raten" - kopieren einer einzelnen Version macht keinen Sinn für die Benutzer.

Aber ich möchte noch einen anderen Aspekt in die Diskussion werfen. Ich war letztes Jahr für 9 Monate in Indonesien. Der besserverdienende Lehrer kriegt dort um die 2,5 Millionen Rupiah pro Monat, was umgerechnet etwa 200 Euro sind. Originalspiele gibts in Indonesien auch - zum europäischen/amerikanischen Originalpreis. Aber verglichen mit dem Schwarzmarkt...well... lasst es mich so ausdrücken: es gibt so viele Raubkopier-Seller an jeder Straße wie hier Dönerbuden. Für eine Originalversion von "The Sims 3" musste ich 50km fahren, für eine Raubkopie hätte ich einfach den pendelnden Händler, der jede 3 Stunden an unserem Haus vorbeikommt kurz anhalten müssen..

Kann man das jemandem verübeln, wenn ein Computerspiel nur als US-Import verfügbar ist und ein Viertel des Netto-Monatseinkommen kostet?

Nun ist sicher der indonesische Markt kein Hauptabsatzgebiet für die meisten Firmen, aber da ist noch etwas, was ich mich dabei frage: Welchen Einfluß auf die Cracker-Szene und indirekt auf verkauften Kopien in Europa/USA hätte es, wenn ein Spiel zum Produktionspreis*) in indonesisch, malaysisch, taiwanesisch und sagen wir indisch rauskommt - nur damit von diesen Ländern kein Druck und kein Fame in die Szene fließt? Null Effekt? Was meint ihr?

Ciao, Imi.
*) Übersetzungskosten sollte nicht so hoch sein, bei den dortigen Löhnen? Und welcher Europäer/Amerikaner kauft sich eine indonesische Spielversion für Billig, wenn er die Sprache nicht versteht? Also sollten sich die Anzahl der "Indonesienimporte" nach Europa/USA in Grenzen halten.
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#33
(07-02-2010, 06:24 PM)dAb Wrote: Die Amazonrezessionen finde ich lachhaft, weil da jeder Dumme was schreiben kann, egal ob er das Produkt besitzt oder nicht.

Deswegen poltern da auch soviele DRM-Gegner rum. Finde ich persönlich schlecht, weil das ja nichts mit den Spielen an sich zu tun haben sollte.

Mal abgesehen davon, daß auch in jedem öffentlichen Forum "jeder Dumme" etwas schreiben kann, finde ich die Rezensionen bei Amazon.* gut. Das ist einfach mal eine Möglichkeit der (potentiellen) Kunden ihren Unmut über ein Produkt zu äußern. Und daß sie dabei die Kaufentscheidung anderer potentieller Kunden beeinflussen ist ja der Sinn der Sache.

DRM ist übrigens ein wesentlicher Teil eines Produktes, was wohl gerade der von Ubi Soft neu eingeführte Mechanismus wieder gut veranschaulicht hat, als unzählige Kunden ihr legitim erworbenes Produkt nicht nutzen konnten, weil die dafür nötigen Server nicht erreichbar waren. Deshalb ist es auch richtig, und ich finde es gut, daß darauf in den Kritiken (nicht nur bei Amazon.*) hingewiesen wird. Es gibt schließlich genügend Leute, die sich über solche Dinge keine Gedanken machen und dann zu Hause eine böse Überraschung erleben.

(30-03-2010, 07:34 AM)dw1971 Wrote: Spiele mit DRM, Internet-Aktivierung, Steam oder permanenter Internetverbindung - die kauf ich alle nimma.

Internet-Authentifizierung, permanente Internetverbindung und Account-Bindung sind typische Mittel des Digital Rights Management. Steam ist dafür ein typisches Beispiel. ;-)


Wie ich schon im Patrizier IV Forum geschrieben habe, habe ich kein Problem mit Kopierschutzmechanismen wie z.B. die Datenträgerüberprüfung oder auch die Verwendung einer Seriennummer.

Für mich hört es einfach dort auf, wo ich als Kunde völlig von der Willkür des Produzenten bzw. des Verlegers abhängig wäre. Ich bestimme immer noch, wann, wo, wie lange und wie oft ich ein Produkt nutzen möchte. Und das ist einfach nicht mehr möglich, wenn ich z.B. auf einen Server zur Authentifizierung des von mir erworbenen Produktes angewiesen bin.

Deshalb kaufe ich auch keine Produkte, die DRM nutzen. Ich wähle halt mit meinem Portemonnaie. Allerdings spiele ich kaum noch, von daher fällt mir das auch nicht sonderlich schwer. Ich freue mich aber immer wieder über Spieleproduzenten, die bewußt kein Gebrauch von DRM machen.
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#34
Den perfekten Kopierschutz gibt es nicht - das liegt in der Natur der Sache: Bits und Bytes lassen sich nun mal mit wenig Aufwand duplizieren, verändern... nicht umsonst heisst es "weiche Ware" (aka Software).

Meines Erachtens ist jeglicher Kopierschutz im Endeffekt nicht nur "für die Katz" sondern im schlimmsten Fall höchst kontraproduktiv.

- Serial Key: Der Algorythmus lässt sich i.d.R. leicht knacken, bringt also nichts
- Rootkit: Verursacht bei ehrlichen Käufern Installations- und/oder Spielprobleme, macht allenfalls das System instabil = Der beste Weg Kundschaft zu verlieren. Und auch diese Spiele wurden regelmässig gecrackt...
- Accountgebundene Spiele à la Steam: Immer Online sein müssen um ein Singleplayer-Spiel zu spielen? Kann den einen oder anderen Käufer durchaus abschrecken. Hier fehlt mir zwar der Beweis, aber auch solche Spiele liessen sich meines Erachtens so verändern, dass die Accountbindung umgangen werden kann.
- Spiele mit zwingender Serververbindung: Auch hier wieder, immer Online sein müssen, um ein Singleplayer-Spiel zu spielen? Und wenn der Server mal down ist? Auch ein guter Weg, Kunden zu vertreiben. Und selbst wenn es etwas länger dauert, geknackt werden auch solche Spiele...
- Gebührenpflichtige Multiplayerspiele: Irgendwann wird dann auch der Servercode geknackt und es tauchen private Server (siehe WoW) auf...

Hab ich was vergessen?

Schlussendlich entpuppte sich bisher jeglicher Kopierschutz höchstens als temporäre Massnahme, die irgendwann geknackt wurde. Der Irrsinn dieses Wettrüstens trieb allzu oft zahlende oder zahlungswillige Kundschaft in die Illegalität. Also wozu das Ganze?

Hinzu kommt, dass einige Publisher schlechte Verkaufszahlen nur allzu gerne mit "Piraterie" und damit auch wahnwitzige KS-Strategien begründen.

Ich kann verstehen, dass Publisher und Entwickler Geld verdienen wollen (und müssen). Aber beim Kopierschutz wird schlicht und ergriffen die simpelste Logik aussen vor gelassen:

Der Publisher/Entwickler investiert Zeit und Geld in Software (Kopierschutz) die erfahrungsmässig (Spiele für den PC gibt es inzwischen seit gut 30 Jahren...) nichts bringt. Dadurch steigen die Kosten für die Entwicklung eines Spieles, wodurch:

a) Die Gewinnmarge sinkt

oder

b) Der Reinverlust steigt

Daher, warum agieren Logik-orientierte Menschen wie Software-Entwickler und Buchhalter derart unvernünftig? Ist es eine Art von "Ur-Instinkt", dass man "Eigentum" immer auf die eine oder andere Art schützen will? Und wenn ja, ist dieser Ur-Instinkt wirklich derart mächtig, dass er simpelste, nachvollziehbare Logik derart aushebeln kann?
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#35
(08-06-2010, 04:00 PM)Frullo Wrote: Den perfekten Kopierschutz gibt es nicht - das liegt in der Natur der Sache: Bits und Bytes lassen sich nun mal mit wenig Aufwand duplizieren, verändern... nicht umsonst heisst es "weiche Ware" (aka Software).

Guter Punkt.

(08-06-2010, 04:00 PM)Frullo Wrote: - Accountgebundene Spiele à la Steam: Immer Online sein müssen um ein Singleplayer-Spiel zu spielen?

Kurze Anmerkung: Bei Steam gibt es einen Offline-Modus, der es erlaubt Spiele nach der Authentifizierung auch ohne ständige Internetverbindung zu spielen.

(08-06-2010, 04:00 PM)Frullo Wrote: Hier fehlt mir zwar der Beweis, aber auch solche Spiele liessen sich meines Erachtens so verändern, dass die Accountbindung umgangen werden kann.

Einen Beweis dafür habe ich zwar auch nicht (ich besitze auch keine Steam-Spiele), aber wenn ich nicht sehr irre, dann gibt es Möglichkeiten Steam auszuhebeln. U.a. einen Emulator, der der Software vorgaukelt mit dem Steam-Server verbunden zu sein.

(08-06-2010, 04:00 PM)Frullo Wrote: Daher, warum agieren Logik-orientierte Menschen wie Software-Entwickler und Buchhalter derart unvernünftig? Ist es eine Art von "Ur-Instinkt", dass man "Eigentum" immer auf die eine oder andere Art schützen will? Und wenn ja, ist dieser Ur-Instinkt wirklich derart mächtig, dass er simpelste, nachvollziehbare Logik derart aushebeln kann?

Ich glaube nicht, daß es dabei vorrangig darum geht, mittels des ultimativen Kopierschutzes Raubkopien zu verhindern. Auch den Entwicklern von Software ist klar, wie schwer es ist diese vor unbefugter Vervielfältigung zu schützen. Aber nur weil es so schwer ist, muß man es den Leuten ja nicht noch einfacher machen.

Ich glaube, wenn man die Frage umformuliert, dann kommt man der Wahrheit schon etwas näher: Wen hält ein Kopierschutz eigentlich von der Vervielfältigung eines Produktes ab?

Wie wir wissen, sicherlich nicht diejenigen, die sich auf das Aushebeln von Kopierschutzmechanismen spezialisiert haben. Aber den Otto-Normalverbraucher, dem werden damit Hindernisse in den Weg gelegt, die für ihn z.B. mangels des nötigen Wissens entweder unüberwindbar scheinen oder der Mühe nicht wert sind. Dazu noch ein wenig Hokuspokus und eine inszenierte Hexenjagt, in der man die Raubkopierer für das Elend der Industrie verantwortlich macht (obwohl ich zugeben muß, daß es einigen Menschen wirklich am (Un-)Rechtsbewußtsein im Netz zu mangeln scheint) und schon erreicht man, daß die Leute Software kaufen, anstatt sie sich von Bekannten zu kopieren oder aus dem Netz herunterzuladen.

Und ich glaube, um genau diese Leute geht es, deren Geld sichert man sich durch solche Schutzmechanismen- und mal ehrlich: diese Leute, das ist die Mehrheit der Verbraucher! Nicht umsonst liefern einige Spieleschmieden und Verleger nach einiger Zeit einen Patch nach, der den Kopierschutzmechanismus aufhebt, wenn deren interne Kalkulation aufgegangen ist und sie mit den Verkäufen einen bestimmten Betrag erreicht haben.

Somit sind diese Mechanismen durchaus logisch und marktwirtschaftlich nachvollziehbar.
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#36
(09-06-2010, 11:13 AM)Jedermann Wrote: Ich glaube nicht, daß es dabei vorrangig darum geht, mittels des ultimativen Kopierschutzes Raubkopien zu verhindern. Auch den Entwicklern von Software ist klar, wie schwer es ist diese vor unbefugter Vervielfältigung zu schützen. Aber nur weil es so schwer ist, muß man es den Leuten ja nicht noch einfacher machen.

Ich glaube, wenn man die Frage umformuliert, dann kommt man der Wahrheit schon etwas näher: Wen hält ein Kopierschutz eigentlich von der Vervielfältigung eines Produktes ab?

Wie wir wissen, sicherlich nicht diejenigen, die sich auf das Aushebeln von Kopierschutzmechanismen spezialisiert haben. Aber den Otto-Normalverbraucher, dem werden damit Hindernisse in den Weg gelegt, die für ihn z.B. mangels des nötigen Wissens entweder unüberwindbar scheinen oder der Mühe nicht wert sind.

Das Problem bei dieser Betrachtungsweise ist meines Erachtens die Annahme, dass sich das (Raub-)kopierverhalten am Schwierigkeitsgrad orientiert. Vor allem in unserer Zeit, in der Online-Verfügbarkeit nahezu zu 100% gegeben ist. Früher mochte allenfalls das Kopieren einer geschützten CD noch eine gewisse technische Versiertheit voraussetzen. Heute braucht man nur den richtigen Internet-Link. Das Hindernis für Otto-Normalbürger kann daher ohne weiteres als zwischen "verschwindend klein" und "inexistent" angenommen werden. Aber eben, auch hier ist es wieder eine Annahme. Genauso wie die Annahme, dass jeder der etwas kann dies auch tut.

(09-06-2010, 11:13 AM)Jedermann Wrote: Dazu noch ein wenig Hokuspokus und eine inszenierte Hexenjagt, in der man die Raubkopierer für das Elend der Industrie verantwortlich macht (obwohl ich zugeben muß, daß es einigen Menschen wirklich am (Un-)Rechtsbewußtsein im Netz zu mangeln scheint) und schon erreicht man, daß die Leute Software kaufen, anstatt sie sich von Bekannten zu kopieren oder aus dem Netz herunterzuladen.

Und ich glaube, um genau diese Leute geht es, deren Geld sichert man sich durch solche Schutzmechanismen- und mal ehrlich: diese Leute, das ist die Mehrheit der Verbraucher! Nicht umsonst liefern einige Spieleschmieden und Verleger nach einiger Zeit einen Patch nach, der den Kopierschutzmechanismus aufhebt, wenn deren interne Kalkulation aufgegangen ist und sie mit den Verkäufen einen bestimmten Betrag erreicht haben.

Somit sind diese Mechanismen durchaus logisch und marktwirtschaftlich nachvollziehbar.

Vielleicht - aber nur vielleicht - gibt es auch eine alternative Betrachtungsweise, und zwar die:

Es werden so viele Computerspiele gekauft, wie dafür Geld zur Verfügung steht.

Z.B. der Jugendliche mit dem beschränkten Sackgeld wird sich nicht Starcraft 5, Crysis 7, Sacred 4 und Anno 1817 kaufen, wenn er sich nur eines dieser Spiele leisten kann. Der junge Erwerbstätige wird sich vielleicht 2 der 4 Titel leisten können und der in die Dreissiger Kommende tatsächlich alle.
So sehr sich die Spiele-Entwickler und Publisher wünschen, es wäre unbegrenzt viel Geld vorhanden, es ist nicht da.
Daher wird sich der Jugendliche genau überlegen, welches der vier Spiele er sich tatsächlich kaufen wird - und vielleicht wird er dann tatsächlich hingehen und sich die anderen drei heruterladen. Daher: Selbst wenn es den perfekten Kopierschutz gäbe, er würde sich nicht alle 3 kaufen. Finanziell macht es daher für den Entwickler/Publisher keinen Unterschied, ob das Spiel in diesem Fall kopiert wird oder nicht. Werbetechnisch gesehen macht es vielleicht sogar Sinn, dass sich der raubkopierende Jugendliche das Spiel herunterlädt - denn vielleicht stellt dieser fest, dass das heruntergeladene Spiel besser ist als das gekaufte, und er wird beim nächsten Kauf dem Entwickler/Publisher des heruntergeladenen Spieles den Vorrang geben - sofern das Original-Spiel nicht mit einem demotivierenden Kopierschutz befrachtet ist.

Meine Annahme geht, im Gegensatz der von Dir vorgetragenen, von einer positiven Sichtweise aus: Nämlich das Rechtsbewusstsein - oder zumindest so etwas wie Fairness - in unserer Gesellschaft grundsätzlich vorhanden ist.

Im Übrigen soll diese Ausführung keine moralische Rechtfertigung für Raubkopierer darstellen! Es ist lediglich ein anderer, vielleicht sogar rein ökonomischer, Betrachtungsansatz. Und er basiert genauso auf einer unbewiesenen Annahme.
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#37
Das stimmt natürlich, daß sich die Technologie so drastisch weiterentwickelt hat, daß es heute selbst für Laien relativ einfach ist, sich Kopien zu besorgen bzw. modifizierte Dateien, die den Kopierschutz eines Programms umgehen. Wie gesagt, das "Problem" liegt einfach in der Natur der Sache. Damit meine ich übrigens nicht nur den Umstand, daß Computerprogramme immer kopierbar sind, sondern auch, daß die neuen und sich ständig weiterentwickelnden Technologien die Industrie immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, die meiner Ansicht nach heute nicht adäquat gelöst werden bzw. das die Rechtslage diesen einfach nicht gerecht wird. Stichwort Internet und dadurch die Möglichkeit, digitale Daten massenhaft zur Verfügung stellen zu können.

Und dennoch glaube ich, daß selbst ein rudimentärer Kopierschutz sowie die ständigen Beteuerungen der Industrie, daß Raubkopien der selbigen schaden (was ja auch nichts anderes ist, als den Leuten ein schlechtes Gewissen einzureden) weniger versierte Computernutzer davon abhält, sich Programme herunterzuladen oder zu kopieren. Und tatsächlich ist meine Ansicht bezüglich des Rechtsbewußtseins gar nicht so negativ, wie es vielleicht scheint. Mir ist bewußt, daß die Mehrheit der Leute die Produkte, die sie interessiert, kauft.

Klar ist auch, daß den Leuten immer nur soundso viel Geld, was sie für Computerspiele ausgeben können, zur Verfügung steht und daß man sich beim besten Willen nun mal nicht alle Produkte leisten kann, so gerne das einige wohl auch (sehen) würden. Aber legitimiert dieser Grund alleine sich deshalb etwas herunterzuladen? Dem Programmierer oder Künstler mag dabei kein direkter Schaden entstehen, denn das Produkt wäre aus Geldmangel ja – zumindest vorerst – sowieso nicht gekauft worden. Aber das weiß der Hersteller ja nicht. Und ich kann es verstehen, wenn der- oder diejenige ganz einfach eine Rechnung aufmacht, nach der jede nicht legale Kopie irgendwo eine verlorengegangene Einnahme bedeutet.

Und lernen wir nicht alle, daß man auch mal auf etwas verzichten muß? Ist es nicht immer so im Leben, daß sobald man sich für das eine entscheidet, man sich automatisch gegen etwas anderen entscheidet? Warum also nicht warten, bis man wieder Geld zur Verfügung hat, um sich dann die anderen Spiele zu kaufen, die einen interessieren. Das hätte ganz nebenbei auch den Vorteil, daß es dann sehr wahrscheinlich auch schon einige Updates gibt und das Produkt eventuell sogar schon billiger geworden ist.

Daß Kopien auch einen verkaufsfördernden Effekt haben können, das weiß ich, das kenne ich. Und um Mißverständnisse vorzubeugen: ich bin nicht generell gegen Kopien, ganz im Gegenteil. Ich glaube einfach nur, daß so lange es keine für alle Parteien zufriedenstellende Rechtslage gibt, die den modernen digitalen Technologien gerecht wird, das massenhafte Herunterladen von Musik, Filmen und Programmen, das nun mal weit über die Privatkopie hinaus geht, nicht der richtige Weg ist mit der Situation umzugehen. Ich bin halt überzeugt davon, daß ich trotz eines so unbegreiflichen Produkts wie ein Computerprogramm die Macht habe, Entscheidungen mittels meines Portemonnaies zu treffen. Das Herunterladen von Kopien sendet in jeder Hinsicht die falschen Signale, da niemand jemals die Motivation der Handelnden nachvollziehen kann.
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#38
(11-06-2010, 10:35 AM)Jedermann Wrote: Und dennoch glaube ich, daß selbst ein rudimentärer Kopierschutz sowie die ständigen Beteuerungen der Industrie, daß Raubkopien der selbigen schaden (was ja auch nichts anderes ist, als den Leuten ein schlechtes Gewissen einzureden) weniger versierte Computernutzer davon abhält, sich Programme herunterzuladen oder zu kopieren.

Während ich ganz generell mit Dir einig gehe, ist dies etwas, dass ich nicht glaube. Ich glaube eben, es ist ein unserer Gesellschaft innewohnendes Verständnis für "Fairness", welches viele davon abhält, sich gecrackte Spiele herunterzuladen.

(11-06-2010, 10:35 AM)Jedermann Wrote: Aber legitimiert dieser Grund alleine sich deshalb etwas herunterzuladen?

Mir ging es nicht um eine Legitimation für den Endbenutzer sondern um eine allenfalls pragmatischere Sicht vonseiten des Herstellers.

(11-06-2010, 10:35 AM)Jedermann Wrote: Und ich kann es verstehen, wenn der- oder diejenige ganz einfach eine Rechnung aufmacht, nach der jede nicht legale Kopie irgendwo eine verlorengegangene Einnahme bedeutet.

Verstehen, ja, aber eben, ich halte es für eine Art Selbstbetrug, die mehr Schaden anrichtet als es nützt.

(11-06-2010, 10:35 AM)Jedermann Wrote: Und lernen wir nicht alle, daß man auch mal auf etwas verzichten muß? Ist es nicht immer so im Leben, daß sobald man sich für das eine entscheidet, man sich automatisch gegen etwas anderen entscheidet? Warum also nicht warten, bis man wieder Geld zur Verfügung hat, um sich dann die anderen Spiele zu kaufen, die einen interessieren. Das hätte ganz nebenbei auch den Vorteil, daß es dann sehr wahrscheinlich auch schon einige Updates gibt und das Produkt eventuell sogar schon billiger geworden ist.

Wie gesagt, mir geht es nicht darum, das herunterladen gecrackter Spiele zu legitimieren. Mir geht es um den Umgang der Industrie mit diesem Fakt.

(11-06-2010, 10:35 AM)Jedermann Wrote: Das Herunterladen von Kopien sendet in jeder Hinsicht die falschen Signale, da niemand jemals die Motivation der Handelnden nachvollziehen kann.

Einverstanden. Bleibt die Frage bestehen, ob ein Kopierschutz mehr nützt als schadet. Was mir äusserst merkwürdig erscheint, dass es darüber keine (zumindest nicht mir bekannte) ernsthafte Studien gibt (eben nicht diese "ins Gewissen reden-Studien" die Du bereits genannt hast und die seit 30 Jahren das Ende der Musik- Film- und Spieleindustrie vorhersagen). Es wäre doch bestimmt im Interesse der Branche(n) (<- Es sind ja nicht nur Spielehersteller von dieser Problematik betroffen), diese Thematik "ohne moralische Scheuklappen" anzugehen.

ps: Besten Dank für diese anregende Diskussion!
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#39
(11-06-2010, 09:36 PM)Frullo Wrote: Wie gesagt, mir geht es nicht darum, das herunterladen gecrackter Spiele zu legitimieren. Mir geht es um den Umgang der Industrie mit diesem Fakt.

Okay, und ich glaube, da stimmen wir überein, daß in dieser Hinsicht momentan noch einiges im argen liegt.

Zumindest ist es mein Eindruck, daß dort zur Zeit mehr nur mit blinden Beschuldigungen um sich geworfen wird, anstatt ernsthaft nach Lösungen zu suchen.

Manchmal habe ich so den Eindruck, daß die Industrie von ihren eigenen Technologien überrumpelt wurde und nun nicht weiß, wie sie der rasanten Entwicklung Herr werden soll.

(11-06-2010, 09:36 PM)Frullo Wrote: Einverstanden. Bleibt die Frage bestehen, ob ein Kopierschutz mehr nützt als schadet. Was mir äusserst merkwürdig erscheint, dass es darüber keine (zumindest nicht mir bekannte) ernsthafte Studien gibt (eben nicht diese "ins Gewissen reden-Studien" die Du bereits genannt hast und die seit 30 Jahren das Ende der Musik- Film- und Spieleindustrie vorhersagen).

Ja, die fehlen mir eben auch. Auch ich würde gerne mal ein paar verläßliche Studien sehen, aus denen hervorgeht, ob ein Kopierschutz tatsächlich seinen Zweck erfüllt oder eher kontraproduktiv ist. Letzteres gerade im Hinblick auf die immer restriktiver werdenden Kopierschutzmaßnahmen.

Oder ob Raubkopien tatsächlich einen solchen Schaden anrichten, wie immer wieder gerne behauptet wird, oder ob diese Behauptung gar nicht haltbar ist und ob die "Probleme" nicht viel eher wo ganz anders zu suchen sind.

Aber-

(11-06-2010, 09:36 PM)Frullo Wrote: Es wäre doch bestimmt im Interesse der Branche(n) (<- Es sind ja nicht nur Spielehersteller von dieser Problematik betroffen), diese Thematik "ohne moralische Scheuklappen" anzugehen.

vielleicht liegt hierin schon die Antwort. Sollten solche Studien tatsächlich belegen, daß der Industrie durch Raubkopien überhaupt nicht ein solcher Schaden zugefügt wird, wie sie immer wieder behauptet und Kopierschutzmaßnahmen mitunter tatsächlich kontraproduktiv sind, dann wären diese bestimmt nicht im Interesse der Industrie. ;-)

Aber das ist nun wirklich alles nur Spekulation.

(11-06-2010, 09:36 PM)Frullo Wrote: ps: Besten Dank für diese anregende Diskussion!

Das kann ich so nur zurückgeben.
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#40
(12-06-2010, 12:20 AM)Jedermann Wrote: Aber-

vielleicht liegt hierin schon die Antwort. Sollten solche Studien tatsächlich belegen, daß der Industrie durch Raubkopien überhaupt nicht ein solcher Schaden zugefügt wird, wie sie immer wieder behauptet und Kopierschutzmaßnahmen mitunter tatsächlich kontraproduktiv sind, dann wären diese bestimmt nicht im Interesse der Industrie. ;-)

Auf den ersten Blick wären sie das nicht, weil sie nicht die gewünschte Signalwirkung hätten. Im Endeffekt könnten aber wirklich kluge Köpfe in der Industrie meines Erachtens daraus grossen Nutzen ziehen.

- Sie würden sich die Kosten für aufwändigen Kopierschutz sparen können und dieses Geld der Entwicklung des eigentlichen Spieles zukommen lassen.

- Sie könnten andere Mechanismen/Strategien zwecks "Signalwirkung" im Spiel implementieren. Als Beispiel: Nach zehn Stunden Spielzeit erscheint im Spiel eine Meldung (je nach Spieltyp auf witzige Art und Weise gemacht, bei einem RPG dürfte dies dann z.B. aus dem Mund eines NPCs kommen)

Du hast dieses Spiel nun schon zehn Stunden lang kostenlos gespielt. Offenbar hast Du Freude daran! Bist Du nicht der Meinung, dass wir dafür bezahlt werden sollten? Du kannst das Spiel auch Online aktivieren...

oder

Gefällt Dir unser Spiel? Es hat uns 10 Millionen Euro gekostet, es für Dich zu entwickeln. Wenn wir die Kosten nicht reinholen (und eine kleine, unbedeutende Gewinnmarge für unsere Aktionäre übrigbleibt), wird es unser letztes Spiel für Dich gewesen sein. Wie wär's, kaufst Du unser nächstes Spiel, XYZ 2?

Dem ehrlichen Käufer, der solche Meldungen trotzdem zu Gesicht bekommt (weil ein Fehler in der Software oder auch ein neues Betriebssystem die Meldung getriggert hat), entsteht dadurch garantiert kein Schaden. Der Raubkopierer hingegen wird sich vielleicht ein paar Gedanken machen - und vielleicht das Produkt (oder das Folgeprodukt) tatsächlich kaufen (wenn nicht, hätte er es, ganz der Studie zufolge, sowieso nicht getan).

- Das Spiel kann allenfalls billiger angeboten werden.

- Es können Kosten im "Wasserkopf-Sektor" eingespart werden: Weniger Rechtsanwälte, die Copyright-Verletzungen hinterherrennen, weniger Branchenvertreter die in Brüssel (oder sonstwo) Lobbyarbeit verrichten müssen/dürfen...

- Entspannteres Verhältnis zur Kundschaft, besserer Ruf...

Ja, es gibt bestimmt Leute, die ein (egoistisches oder idealistisches) Interesse daran haben, dass die Dinge so bleiben wie sie sind und sich auch weiterhin in die entsprechende Richtung weiterentwickeln (komplexere Kopierschutz-Mechanismen, Gesetzesänderungen zwecks Überwachung der "Szene", etc.).
Aber jene mit echtem Interesse am "Kerngeschäft" - also dem Spiele-Entwickeln und -Verkaufen, würden ev. doch die richtigen Schlüsse aus solchen Studien ziehen.
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#41
Bei Online titeln gibt es fast nur noch legal erworbene Kopien. Dabei geht es hauptsächlich nur noch um den Key, der ja jedes mal überprüft wird. Bei singleplayer Spielen ist Piraterie natürlich immer noch stark vertreten.....
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#42
Ich glaube das Plattformen wie Steam helfen Piraterie zu mindern, bei Singleplayer Titel bleibt es ein Problem! Bei Online games weniger weil die ja immer die CD Key checks haben.
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#43
(18-01-2013, 01:02 PM)Maxbndt Wrote: Ich glaube das Plattformen wie Steam helfen Piraterie zu mindern, bei Singleplayer Titel bleibt es ein Problem! Bei Online games weniger weil die ja immer die CD Key checks haben.
Zu einem gewissen Grad schon. Aber ich denke, wir brauchen bessere Plattformen als Steam. Die Software ist in meinen Augen einfach eine Krankheit... Lahm, unübersichtig, unpraktisch, nervig. Je mehr ich damit zu tun habe, desto weniger mag ich Steam.
Bei mir persönlich schwingt da aber auch eine Menge Frust mit. Immer mal wieder habe ich Lust auf was neues, und blättere dann durch Steam durch. Und ich finde nichts, aber auch gar nichts was mich anspricht. Und in der Regel endet es damit, dass ich alte Spiele herauskrame (Startopia, Dungeon Keeper, Mechwarrior 4, Swine, Age of Mythology, Total Annihilation, Zeus, SimCity4, Schleichfahrt ...). I.wie ist das ziemlich bitter.
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#44
(08-02-2013, 03:37 AM)Diamond Wrote: Zu einem gewissen Grad schon. Aber ich denke, wir brauchen bessere Plattformen als Steam. Die Software ist in meinen Augen einfach eine Krankheit... Lahm, unübersichtig, unpraktisch, nervig. Je mehr ich damit zu tun habe, desto weniger mag ich Steam.
Bei mir persönlich schwingt da aber auch eine Menge Frust mit. Immer mal wieder habe ich Lust auf was neues, und blättere dann durch Steam durch. Und ich finde nichts, aber auch gar nichts was mich anspricht. Und in der Regel endet es damit, dass ich alte Spiele herauskrame (Startopia, Dungeon Keeper, Mechwarrior 4, Swine, Age of Mythology, Total Annihilation, Zeus, SimCity4, Schleichfahrt ...). I.wie ist das ziemlich bitter.

Wenn du nichts findest, das dich anspricht, dann liegt das aber doch nicht an Steam, sondern am Angebot der aktuellen Spiele, oder?

Ich finde Steam nicht so schlecht. Gerade durch die Angebote werde ich dann auf Titel aufmerksam, die sonst komplett an mir vorbeigegangen wären und es ist sehr angenehm bei Steam ein Spiel runterzuladen, anstatt die Installations-DVD suchen zu müssen.
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#45
(08-02-2013, 12:21 PM)chris@realmforge Wrote: Wenn du nichts findest, das dich anspricht, dann liegt das aber doch nicht an Steam, sondern am Angebot der aktuellen Spiele, oder?
Ich finde Steam nicht so schlecht. Gerade durch die Angebote werde ich dann auf Titel aufmerksam, die sonst komplett an mir vorbeigegangen wären und es ist sehr angenehm bei Steam ein Spiel runterzuladen, anstatt die Installations-DVD suchen zu müssen.
Stimmt, das liegt nicht an Steam. Letztlich ist es wohl Steam, wo man sich einen Querschnitt der Spiele anschaut. Vor 6-7 Jahren hatte ich Gamestar abonniert, und war so meist im Vorfeld informiert, wenn für mich interessante Titel herauskamen. Heute werde ich in der Regel über Freunde, Reddit, Twitch.tv und Youtube auf interessante Spiele aufmerksam gemacht. TotalBiscuits Jahresrückblick auf 2012 war ziemlich gut. Der "Awesome Games done quick"-Marathon (Die Leute hinter SpeedDemosArchive haben einen einwöchigen Dauerstream mit Speedruns gemacht, um Geld für die Krebsforschung zu sammeln) war auch toll, um sich an einige vergessene Spiele zu erinnern. Wenn ich aber so darüber nachdenke, gab's schon einige Spiele, die durchaus interessant waren. Aber es waren fast ausschließlich FPS-Spiele. In Sachen Echtzeit-Strategie oder Aufbau scheint Stillstand zu herrschen. Command & Conquer? Von EA ruiniert. Supreme Commander? Das Gleiche, man wollte es massentauglicher machen, und am Ende hat's keinem mehr gefallen. Age of Empires/Mythology? Eingestellt. MechWarrior? Eingestellt. Sins of a Solar Empire fand ich gut, aber im Laufe der Zeit kam mir das Spiel recht räge und mir fehlte Tiefgang. Tropico 3 gefiel mir auch und ziehe ich gerne wieder heraus (ebenso das allerste ^_^).
Die Frage die sich mir oft stellt, ist dann: "Liegt's an mir oder am Angebot?" D.h. hab ich inzwischen einfach nur schon alles interessante gesehen, bin ich zu anspruchsvoll oder kriege ich die "richtigen" Spiele einfach nicht mit?
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#46
(08-02-2013, 06:39 PM)Diamond Wrote: In Sachen Echtzeit-Strategie oder Aufbau scheint Stillstand zu herrschen. Command & Conquer? Von EA ruiniert. Supreme Commander? Das Gleiche, man wollte es massentauglicher machen, und am Ende hat's keinem mehr gefallen. Age of Empires/Mythology? Eingestellt. MechWarrior? Eingestellt. Sins of a Solar Empire fand ich gut, aber im Laufe der Zeit kam mir das Spiel recht räge und mir fehlte Tiefgang. Tropico 3 gefiel mir auch und ziehe ich gerne wieder heraus (ebenso das allerste ^_^).
Die Frage die sich mir oft stellt, ist dann: "Liegt's an mir oder am Angebot?" D.h. hab ich inzwischen einfach nur schon alles interessante gesehen, bin ich zu anspruchsvoll oder kriege ich die "richtigen" Spiele einfach nicht mit?

Starcraft 2 - Heart of the Swarm kommt doch bald. Dawn of War 3 ist auch in der Mache. Tropico 4, Port Royale 3 (um hier ein bisschen Werbung zu machen Wink ), XCom.

Kommt darauf an, was du unter die "richtigen" Spiele verstehst, würde ich sagen. Ich kann mir aber nicht wirklich vorstellen, dass es da draußen kein aktuelles Spiel gibt, was dich interessiert.
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#47
Aufbau ist auch nicht tot, nur eben ein eher kleines Genre. Für Anno kam letztes Jahr noch das Addon, SimCity erscheint im März (?), das letzte Siedler ist auch noch nicht so lang her und Tropico 4 auch noch nicht alt. Darüber hinaus gibt es sehr viele Browser-Umsetzungen (Geschmackssache, definitiv, aber trotzdem Aufbau) und auch im Indie-Bereich finden sich viele Low-Budget Spiele aus dem Aufbau-Segment mit schönen Ideen, Beispiel Towns.

Die Echtzeit-Strategie steckt tatsächlich in einer kleinen Krise, aber das liegt wohl daran, dass sich durch die Phase, in der haufenweise Klone und uninspirierte Kopien erschienen sind, Käufer verschreckt und Märkte übersättigt worden sind die Spiele nach dem bewährten Muster nicht mehr so gut funktionieren (abgesehen von einigen Ausnahmen). Da müsste wahrscheinlich eine Innovation her, um das Genre wieder für viele attraktiv und damit markttauglich zu machen – und genau das schreckt vermutlich viele ab, es zu versuchen. Denn die Chance, die 'richtige' Idee zu haben, ist nicht so hoch.
Dafür gibt's aber eigentlich in vielen anderen Bereichen der Strategie eine gute Auswahl, so gibt's bei Globalstrategie fortlaufend Nachschub und sogar die Rundentaktik hat mit Xcom einen Weg aus der Nische gefunden. Wer es ein Stück komplexer mag, findet bei Paradox eine große Auswahl an Spielen. Etwas mager finde ich die Auswahl bei den WiSims. Abgesehen von Patrizier/ Port Royale fällt mir da gerade überhaupt nichts ein, schöne Titel wie Railroad Tycoon, Industrie- oder Transportgigant sind viele Jahre alt.
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#48
Auf Towns bin ich durch aktuelle Magazine gestossen und ein Titel, den ich mir anschauen werde. Die Grafik ist zwar grottig (ich mag Minecraft auch nicht...) aber der Bericht war sehr vielversprechend...so nach dem Motto "ohne Hirn ist Scheitern vorprogrammiert!" Big Grin
Lebe jeden Tag, als wäre es Dein Letzter! / Live each day as it would be your last!
[Image: http://imghost4you.com/images/46.png]
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#49
Patrizier IV & Rise of a Dynasty habe ich mir nun über Steam gekauft, aber irgendwie spricht mich der Grafikstil nicht an. Meine Heimatstadt verschwindet die meiste Zeit unter Wolkenschatten und mir kommt die Grafik detailärmer vor als bei Patrizier II. Als Interface-Macke stört mich ziemlich, dass nicht alle Waren auf einem Bildschirm passen, sondern man im Handelsmenü scrollen muss. Wenn ich Escape drücke, macht Steam Bildschirmfotos (wtf). Ich habs dann am Ende zwei Nachmittage gespielt und dann Patrizier II wieder herausgezogen. Vielleicht ist's auch nur ungewohnt. Tropico III hab ich auch wieder herausgezogen. Das Spiel ist wirklich gut, und es hat einen guten Schuss SimCity, nur dass man mehr Details setzen kann über selbst setzbare Parks. Tropico IV steht wohl als Nächstes an.

Heart of the Swarm hab ich bereits vorbestellt. Blizzard baut zwar in Sachen eSport oftmals Mist (Laddermaps...), aber unter'm Strich macht's schon ziemlich Laune.
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#50
(28-02-2013, 11:43 PM)Diamond Wrote: Blizzard baut zwar in Sachen eSport oftmals Mist (Laddermaps...), aber unter'm Strich macht's schon ziemlich Laune.

Geht´s hier nicht um Kopierschutz bzw. DRM, da ist Blizzard echt Vorbildlich, siehe Diablo 3 mit seinem "Permanent Online" Zwang, für ein Singleplayer Game ist dies ein NoGo. Wenn ich dann solche Begründungen wie "Raubkopierer kann man nur so Bekämpfen oder "wegen der Online Funktionen" ist dies kein DRM sondern ein Feature bekomme ich die Krätze. EA oder UBIDOOF sind da auch nicht besser, einzig CD Project Red behandelt seine Ehrlichen Käufer mit dem nötigen Respekt, für den Rest ist der User doch nur ein nötiges Übel, dass man zwar ertragen muss aber wenn dann Bitte schön Brav die Spiele Mieten, gehören tun sie einem ja nicht, dies wird durch diese Agressiven DRM Maßnahen ja Unterbunden.
Es ist doch nur Ansporn diverser Hacker sich einen Wettlauf mit den Dev´s und vor allem mit den großen Publischern zu liefern die den Hals nicht voll bekommen.
Gut im Vergleich mit den Giganten EA und UBIDOOF ist der DRM bei Kalypso ja noch Human, wenn man das Game nicht auch bei Steam Aktivieren muss.
Trotzdem ist ein Kopierschutz/DRM Perlen vor die Säue, er Kostet unnötig viel Geld, führt häufig zu Bugs im Game und sehr schweren Problemen mit dem Betriebssystem, siehe Securom.
Dieser Schuss wird irgendwann nach hinten los gehen.
Da bei den großen und mittleren Publishern aber wohl nicht mit einer Besserung zu rechnen ist, da der Kunde immer erst Pauschal als Potentieller "Raubkopierer", das Wort ansich ist schon eine Unverschämtheit, wird einfach nur noch von kleinen Lables Gekauft und der Rest wird Ignoriert, da mir keine "Unrechtmäßege" (dieses Wort is ein wenig erträglicher) Kopien auf die Platte kommen, alleine auf Grund der Malware, Trojaner und Viren Gefahr.
Noch mal CD Project Red behandelt uns, den Ehrlichen Käufer so wie es sein Sollte, Fair und mit Respect, ebn aus diesem Grunde habe ich mir die Collectors Edition von The Witcher -Wild Hunt Vorbestellt was ich eigentlich, auf Grund von Unfertiger Software und dem Obligatorischen "Day One Patch", nie mache, für sie ist der Kunde noch der König und kein "Pauschal Krimineller" und sie sind bis jetzt noch weit von einem Konkurs auf Grund der "Schwerverbrecher USER" entfernt.
Also hört bitte mit den Fadenscheinigen Begründungen auf und sagt es so wie es ist, ihr Traut keinem User, der will euch ja nur Böses, und ihr wollt halt nur das Beste für ihn, oder besser von ihm, sein Geld, was ja auch vollkommen Legitim ist, gutes Geld für gute Arbeit. Aber bitte in realistischem Maße und nicht wie EA´s FIFA Serie mit Vollpreis Upgrades für 60€ und ohne Drangsalierungen.
Wie oben schon erwähnt, bei euch geht´s ja noch einigermaßen, alles andere wäre auch Leichtsinnig und Fahrlässig, siehe JooWood die auch den Sinn für die Realität verloren hatten, was eigentlich Schade war.
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