RE: Patrizier 4 Basisdaten
Also ein HUB ist ein Zentrallager, von dem alle anderen Seestädte aus beliefert werden. (Seestädte, Flußstädte, Landstädte)
Es gibt zunächst einmal 2 verschiedene Arten eine Verteilung der produzierten Waren an alle Städte mit "Bedarf" zu regeln.
1. Die Sternverteilung, bei der von jeder Stadt ein Konvoi zu jeder anderen Stadt fährt und den Warenaustausch gewährleistet, entweder durch Konvoi/Stadt Handel oder durch Konvoi/Lager Lieferung und Verkauf durch den Verwalter und der Nutzung der Schlösser bei Ein- und Verkauf.
2. Das HUB System, bei dem von mindestes einem Zentrallager alle anderen Städte angebunden werden.
Auch hier kann man das über Direktverkauf oder den Kontorhandel realisieren.
Jetzt zu meinem System:
Ich selber spiele auf "Profi" Level.
D.h. die Häfen können bis zu 28 Tage am Stück einfrieren.
Folge wenn das Zentrallager einfriert, bekomme ich ein Problem. Wenn direkt nach dem ein Zentrallager wieder eisfrei ist eine Stadt einfriert, bevor der Versorgungskonvoi da ist, kann es zu einem Belieferungsausfall von mehr als 50 Tagen für diese Stadt kommen. Dieses wird zwangläufig einen Bevölkerungseinbruch in dieser Stadt auslösen, wenn diese mehr als 20.000 EW hat. Ist diese Stadt für die Grundversorgung der Gesamtbevölkerung von entscheidender Bedeutung kommt es zu einem Hanseweiten Bevölkerungseinbruch.
Daher verwende ich mehr als ein Zentrallager (HUB).
Bis zum Patch 1.3 wurden die Routen unterbrochen, wenn nur 2 Städte auf der Route waren und eine dieser Städte blockiert war. Daher habe ich mir ein System einfallen lassen, bei dem immer mindestens 5 unterschiedliche Städte in einer Route sind. Hierdurch werden die Routen niemals unterbrochen, da immer mindestens 2 unterschiedliche Städte auf der Route angefahren werden können.
Durch die Einführung der Landstädte im AddOn musste ich mir weiterhin ein System einfallen lassen, mit dem ich eine "Normalverteilung" der Waren aus dem Land und dem Seekreislauf erreichen kann, der ebenfalls nicht durch Belagerungen aller Städte einer Region unterbrochen werden kann.
Meine Lösung für dieses Problem ist ein aus 4 Zentrallagern (HUB's) bestehendes Versorgungssystem.
Von jedem der HUB's werden alle Seestädte durch Konvois und alle Landstädte durch Trecks angefahren. Wobei die HUB's untereinander nicht verbunden sind. In Tabelle 11 der Basisdaten sind die Routen und die Zielstädte aufgelistet.
Bei einem 4 HUB-System eignen sich die Städte Brügge oder Haarlem und Hamburg in der Nordsee und Lübeck und Riga oder Königsberg in der Ostsee am besten. Dieses ist ausschließlich aufgrund der geographischen Lage so (Flußstädte und Landstädte).
Achtung mein System so wie in den Basisdaten beschrieben ist erst ab einem recht fortgeschrittenem Spielstand sinnvoll.
Ich starte zur Zeit immer in Lübeck mit einem Zentrallager dort. Sobald ich genügend Kontore habe, richte ich 6 Versorgungskonvois ein. Kommen weitere Städte hinzu, werden diese Konvois immer so angepasst bis sie schließlich den in Tabelle 11 beschriebenen Konvois entsprechen. Grade in der Startphase des Spiels bestehen diese Konvois aus einzelnen Schniggen und sind zwar als Lübeck S1 bis S6 bezeichnet, können aber zum Beispiel einer Stadt zugeordnet sein, die später nicht dieser Route zugeordnet ist. Sobald ich ein Kontor in einer der späteren HUB-Städte errichte, richte ich auch dort 6 Konvois ein, die zunächst die Versorgung dieser Stadt sicher stellen.
Erst wenn alle 40 Städte mit einem Kontor versehen sind, richte ich die Konvois so ein, dass es zu dem in den Basisdaten Tabelle 11 und 12 beschriebenen Versorgungssystem kommt.
Das schöne an diesem System ist, dass ich zum einen mit einer sehr überschaubaren Anzahl an Konvois auskomme (auch wenn ich für jeden der 6 Konvoiarten eine eigene Excel-Tabelle erstellen muss und die Werte im Spiel ständig anpassen muss; die 4 großen Landrouten nicht gerechnet und auch die 3 Flusskonvois nicht, die ebenfalls eigene Berechnungstabellen brauchen) und zum anderen erreiche ich hierüber eine "Normalverteilung" aller produzierten Güter über alle Städte.
Zumindest so lange, wie ich genügend Fass einer Ware für den Verbrauch produziere, werden auch alle Waren entsprechend dem Verbrauch der Städte verteilt, ohne, dass ich einen Ausgleich zwischen Über- und Unterproduktion der Regionen zwischen den HUB's durchführen muss. daher ist es auch wichtig, nach dem Aufbau der Grundversorgung in der Startphase den weiteren Ausbau (Errichtung von Betrieben) genau zu planen. Es muss immer sichergestellt werden, dass die Bevölkerungszuwächse aufgrund der Errichtung neuer Betriebe auch mit den Grundwaren Getreide, Wolle, Holz, Käse und ab EW-Zahlen über 10.000 in einer Stadt zusätzlich mit Meet, Bier, Ziegeln, Tuch und Stockfisch oder Fleisch sichergestellt ist. Sonst kommt es zur Rezession und einem Bevölkerungseinbruch durch Abwanderung.
In dem von mir beschriebenen System ist die maximale Umlaufzeit für alle Konvois kleiner als 20 Tage. Dieses hat zur Folge, dass im Durchschnitt eine Stadt in der Ostsee alle 8,5 Tage von einem Konvoi aus einem der Nordsee-HUB's mit einem 10-Tagesbedarf versorgt wird und alle 4,5 Tage von einem Ostseekonvoi. (Natürlich auch umgekehrt für die Nordseestädte gültig)
Durch die Nutzung der Schlösser im Ein- und Verkaufsmenü der Verwalter, werden Waren, die oberhalb der festgelegten Mengen sind, von den Konvois wieder mitgenommen und in die HUB's verbracht wo sie den anderen Konvois wieder zur Verfügung stehen. Da alle 4 HUB's alle 25 Seestädte anlaufen und alle 7 Landstädte befahren, bleibt nur ein Problem bei den 4 Flußstädten Nimwegen, Köln, Thorn und Novgerod;
da die Konvois zur Versorgung der Flußstädte nur von je einem HUB abhängen. Da die Umlaufzeiten der Flußkonvois aber so kurz sind werden sie oft genug ausreichend Güter grade entladener Seekonvois im Lager vorfinden, um im Schnitt die Versorgung der Flußstädte sicher zu stellen.
Die Idee kam mir nachdem ich erkannte, dass P4 im Gegensatz zu P3 (deutsch P2G) keine Vollversorgung erlaubt sondern nur eine Mangelversorgung. Wenn es also nicht zu systemimmanenten Problemen der Über- sondern nur zu systemimmananten Problemen der Unterversorgung im Spiel kommen kann, dann ist eine gausische Normalverteilung meiner Meinung nach die beste Alternative.
Hein
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"There is nothing more horrible than a won battle. Except a lost one." (Wellington after Waterloo)
(This post was last modified: 26-05-2011 02:22 PM by Bagaluth.)
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