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Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
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BigBenGermany1983 Offline
Kalypsos größter Liebhaber und Kritiker
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Post: #1
Toungue Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Ich werde eine kleine Abhandlung von den 10 nervigsten Trends des Spielemarktes auflisten.
In der Hoffnung, das Kalypso diesen nicht in dem einen oder anderen Spiel verfällt! =)

Platz 1 --- Casual-Wahnsinn
Für Einsteiger und Gelegenheitszocker

Vor fünf Jahren etwa ging es los: Im Windschatten des Nintendo-DS- Handhelds erschienen plötzlich immer mehr einfach gestrickte Spiele in bester Arcade-Tradition für jedes System. Casual Games - also Spiele, die jeder sofort begreifen kann - erobern seitdem die Videospielbühne, und gegen die kleinen Spaßhappen ist an sich auch nichts einzuwenden.

Allerdings zieht die Casual-Welle mittlerweile so weite Kreise, dass selbst klassische Spielprinzipien immer weiter heruntergebrochen werden, damit sie auch Tante Emma verstehen kann. Ganze Spieleserien wurden dadurch schon entzaubert. Bestes Beispiel ist Ubisofts "Prince of Persia", eine Serie, die einst für ihren knallharten Schwierigkeitsgrad bekannt war und mit "Die vergessene Zeit" nun so leicht ist, dass Könner beim Spielen beinahe einschlafen.
Inzwischen bekommt man bei vielen Spielen sogar jeden einzelnen Schritt in langwierigen Tutorials erklärt, was für Einsteiger zwar ein toller Service ist, Profis aber an die Grenzen ihrer Geduld bringt. Speziell jene Generation, die in alten Acht-Bit-Tagen fies versteckte Geheimnisse lüftete und Spaß daran hatte, jeden Kniff selbst herauszufummeln, kommt damit eine Spaßkomponente abhanden: Das selbstständige Entdecken der neuen digitalen Abenteuerwelt.

Und dazu gehörte früher auch eine Runde schmökern - siehe Platz 2 dieser Liste.

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Platz 2 --- Dünne Spielanleitungen
Schmöker-Diät
Dank all der heute üblichen Einstiegshilfen gilt die gute alte Spielanleitung als überflüssiges Relikt alter Gaming-Tage. In den dünnen Heftchen, die heutzutage Spielen beiliegen, findet man selten mehr als ein paar schwarz-weiss gedruckte Erläuterungen zur Steuerung und eine Epilepsie-Warnung.

Bedauerlich, denn auch das Schmökern in den einst reich illustrierten Büchlein brachte den Spieler früher schon auf dem Nachhauseweg in Stimmung. Hier wurde die Handlung angerissen, der Held und seine Fertigkeiten vorgestellt. Manchmal wurden sogar Details erklärt, die man für den Genuss des Spiels nicht benotigte, aber halfen, die neue Spielewelt besser zu verstehen.

Sollten handfeste Datenträger irgendwann komplett durch Downloads ersetzt werden, so wird die klassische Spielanleitung vermutlich ganz verschwinden.

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Platz 3 --- Herunterladbare Innhalte
Mogelpackung
Herunterladbare Zusatzinhalte haben durchaus ihre Vorteile. Wenn das Lieblingsspiel irgendwann ausgereizt wurde, wünscht man sich nicht selten neue Missionen für das packende Abenteuer, neue Rennstrecken für den Geschwindigkeitsrausch oder neue Lieder für den Partyspaß mit Musikspielen.

Kritisch wird es aber, wenn herunterladbare Erweiterungen bereits in das Verkaufskonzept eingerechnet werden. Ein Beispiel wäre "Beautiful Katamari" für Xbox 360, bei dem die Inhalte, die man als DLC kauft, bereits auf der Disc gespeichert vorliegen und lediglich gegen Geld freigeschaltet werden. Frecher geht es nicht!

Da scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis irgendwann separate Handlungsstränge oder ganze Kapitel nachgekauft werden müssen, um das Ende der Handlung zu erleben. Microsoft hat es bereits mit Fable 2 versucht. Das Action-Adventure kann man auf der Xbox 360 kapitelweise herunterladen, obwohl die Handlung nur einen Sinn ergibt, wenn man alle Teile besitzt. Andernfalls bricht das Märchen einfach mittendrin ab.

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Platz 4 --- Digitale Nutzungsrechte
Kauf ohne Besitzanspruch
Die Entwicklung der digitalen Distribution über Downloads ist für beide Seiten bequem. Der Hersteller eines Spiels umgeht so den Handel, spart dazu noch Kosten bei Verpackung und Datenträger und greift somit größere Margen ab. Der Kunde braucht hingegen nicht mehr aus dem Haus zu gehen (Bewegung? Pfui!) und bekommt sein Spiel nach einem Klick und ein wenig Ladezeit auf die Festplatte kopiert.

Hmm... bei genauerer Betrachtung hat die digitale Distribution also gar nicht so viele Pluspunkte für den Nutzer. Die Vorteile wiegen beim Hersteller deutlich schwerer. Denn was man über einen Download kauft, ist streng genommen keine Kopie des Spiels, sondern ein Nutzungsrecht, das an das eigene Käuferkonto gekoppelt ist.

Und es wird sogar noch komplizierter, wenn man Konsolen mit einbezieht. Auf der Xbox 360 wird ein heruntergeladenes Spiel auch an die Konsole gekoppelt. Besitzt man eine zweite Xbox - zum Beispiel in der Ferienwohnung - so kann man die teuer erstandene Software zwar nochmals herunterladen, aber nur auf der Zweitkonsole nutzen, wenn man dabei permanent seine Identität bestätigt.

Kurz gesagt: Man muss ständig online und mit dem eigenen Nutzerkonto eingeloggt sein, um das erstandene Spiel auf einer anderen Konsole spielen zu können. Hat man in der Ferienwohnung keinen Breitbandanschluss, wird der Spielstart verweigert. Die einzige Möglichkeit zur freien Nutzung auf einer zweiten Konsole wäre, das Spiel unter einem zweiten Account noch einmal zu kaufen.

Aber es geht auch andersherum, wie die PlayStation 3 beweist. Sony geht mit den digitalen Nutzungsrechten etwas lockerer um und gestattet dem Spieler, erstandene Software auf bis zu vier weiteren PS3 Konsolen zu nutzen. Auch hier wird das Nutzungsrecht an den Account gekoppelt, allerdings muss man ihn nicht permanent online bestätigen.

Der Nachteil: Das Nutzungsrecht ist limitiert. Raucht einem fünf Mal die PlayStation 3 ab, so hat man jeglichen Besitzanspruch auf seine Software verloren. Der Fall ist zwar unwahrscheinlich, aber dennoch möglich.

Zumal viele Nutzer dieses Privileg missbrauchen. Trotz klarer Untersagung durch die AGB geben viele PS3-Spieler ihre Kontodaten an Freunde weiter, damit diese deren gekaufte Inhalte kostenlos herunterladen können. Der Verlust für die Spielehersteller ist denkbar groß, denn mitunter wird ein Spiel oder ein herunterladbarer Zusatzinhalt von fünf Nutzern gespielt, aber nur ein Mal bezahlt . Dieses sogenannte "Sharing" ist somit eine moderne Form der Raubkopie, mit der sich PS3-Spieler auf lange Sicht den eigenen Ast absägen.

Capcoms Spielhallenumsetzung "Final Fight" kann man bereits als dunkles Omen werten: Wegen der Sharing-Misere darf man es nur spielen, während man online ist - Selbst auf der primär registrierten Konsole.

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Platz 5 --- Ausschluss des Gebrauchsmarkts
Flohmarkt Ade
Digitale Distribution hat noch mehr Vorteile für Spielehersteller. Mitunter unterbindet sie nämlich, dass Software über Second-Hand-Kanäle weiterverkauft wird. Ohne festen Datenträger kann ein Spiel auch nicht auf dem Flohmarkt landen.

Viele Spieleschmieden versprechen sich davon höhere Absätze, nach dem Motto "Wer nicht gebraucht kaufen kann, muss zur Neuware greifen". Der Denkfehler liegt jedoch darin, dass eben nicht jeder Spieler sich 60 Euro für ein neues Spiel aus den Rippen leiern kann. Speziell Familien und Jugendliche sind auf den Gebrauchtmarkt angewiesen. Statt mehr Spiele zu kaufen, werden diese Zielgruppen also höchstens seltener für Softwarenachschub sorgen. Zumal durch die digitale Distribution auch der reguläre Handel umgangen wird, der leer ausgeht.

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Platz 6 --- Kürzere Spieldauer
...durch längere Entwicklungszeit
Der technische Fortschritt beschert Spielern umwerfende Grafiken mit unzähligen Details, die hochaufgelöst über große Bildschirme flimmern. Doch die Pixelpracht hat ihren Preis: Irgendwer muss das alles ja modellieren, Texturen zeichnen und zu einem brauchbaren Spiel zusammenschustern. Je detailverliebter also die Umwelt, desto mehr Zeit und Manpower gehen dafür bei der Programmierung drauf. Da sich der Aufwand auch finanziell lohnen soll, gibt es schlichtweg Grenzen, die einzuhalten sind. An Tag X muss das Spiel raus, sonst besteht Gefahr, die Kosten nicht mehr reinholen zu können.

Dieser Umstand hat natürlich schon bei der Planung eines Spiels gewaltige Auswirkungen. Um den Zeitplan einzuhalten, fällt das Spiel eben etwas kürzer aus, als auf früheren Videospielplattformen üblich. 1994 kaute man noch bis zu 100 Stunden an einem Rollenspiel-Klopper. Heute kann man froh sein, wenn es 40 sind, und diese nicht durch künstliche Streckungsmittel erreicht wurden.

Und auch im Action-Segment wirken viele Spiele kompakter als anno Dazumal. Grob über den Daumen 20 Stunden rechnete man noch vor zehn Jahren für das erste Durchspielen eines komplexen Shooters oder eines Action-Adventures a la Resident Evil ein. Mitunter, weil man dem Spieler zumutete, durch Niederlagen weitere Motivation zu schöpfen.

Die erwähnte Casual-Welle schwappt letztendlich bis hier hin und weicht das Spielerlebnis auf. Herunterladbare Inhalte gehören ebenfalls in diese Rechnung, denn nicht selten wird ein Zusatzlevel später nachgereicht, dass gut und gerne auf der Disc Platz gehabt hätte. Somit sind heute etwa acht bis vierzehn Stunden Spieldauer zur Regel geworden.

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Platz 7 --- Mehr Film als Spiel
Laber Rhabarber
Zum letzten Punkt und der angeführten Kritik der verkürzten Spieldauer gibt es selbstverständlich die berühmten Ausnahmen. Der Rollenspiel-Hit "Dragon Age" oder die Vertreter der "Elder Scrolls"-Spiele bringen locker ihre 100 Stunden Daddelwahnsinn auf die Waage.

Viele andere Spiele schaffen das aber nur mit Hilfe von überlangen Zwischensequenzen, in denen versucht wird, die Handlung in filmähnlicher Perspektive weiter zu stricken.

Die wohl geläufigste Reihe mit dieser Tradition heißt Metal Gear Solid und quält den Spieler stundenlang mit verworrenen Auführungen, die zwar visuell beeindrucken, aber inhaltlich auch in wenigen Minuten abgespeist werden könnten. Manchmal reißen schlicht die Nerven, wenn man nach etwa dreißig Sekunden aktiver Spielzeit fünf Minuten Filmsequenzen betrachten soll.

Metal Gear Solid 4 trieb es zuweilen auf die Spitze: Allein das letzte Kapitel samt Outro umfasst 90 Minuten Pantoffelkino, bei dem man das Joypad zur Seite legen kann. Aber auch Final Fantasy 13 gehört zu jenen unrühmlichen Beispielen, bei denen 40 Sekunden Interaktion von mehr als 20 Minuten Film umschlossen wurden.

Ganz ehrlich: Wer einen Film sehen will, soll eine DVD kaufen. Sobald mehr gequatscht als gespielt wird, fragt man sich schnell, warum überhaupt noch interaktive Sequenzen enthalten sind. Als Alibi?

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Platz 8 --- Fantasielosigkeit
Der Xte Shooter
Angesichts der technischen Limitation, die in der Spielelandschaft der Achtzigerjahre vorherrschte, ist es bemerkenswert, wie oft Spieleprogrammierer mit innovativen Kniffen und neuen Spielideen aufrumpften. Heute hingegen gelten frische Ideen als Risikofaktor. Bei Produktionskosten in zweistelliger Millionenhöhe sind ungewöhnliche Spielprinzipien oder Spartensoftware für Nischen ein potentielles Verlustgeschäft. Wird die vermeintliche Genialität von der Masse nicht als solche erkannt, sind die Konsequenzen hart. Einige Spieleschmieden standen schon trotz toller Ideen vor dem Aus.

Dennoch stellt das keine ausreichende Entschuldigung für die Fantasielosigkeit der aktuellen Softwarepalette dar. Shooter und Rennspiele nach Schema X gibt es schon genug, während kleine Software-Perlen wie "Mushroom Men" für Wii schlichtweg ignoriert werden

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Platz 9 --- Jährliche Updates
Gelddruckmaschine
Die zuvor angeprangerte Fantasielosigkeit kommt nicht von Ungefähr. So manche Spieleschmiede hat sich zum Ziel gesetzt, ihre erfolgreichsten Marken jährlich neu aufzulegen.

Es ist nicht so, als ob diese Entwicklung völlig neu wäre. Schon in den Neunzigern meinte Electronic Arts, neue Spielernamen und transferierte Starathleten seien Grund genug, pünktlich zu Saisonbeginn die gesamte Sportspielpalette aufzufrischen.

Aber brauchen wir wirklich jedes Jahr einen neuen Weltkriegsshooter, der mit Ausnahme minimaler Anpassungen und einer neuen Handlung nichts Neues zu bieten hat? Brauchen wir drei Guitar Hero-Ableger pro Jahr, die außer neuen Songs nichts Erwähnenswertes vorzuweisen haben?

Nichts gegen Fortsetzungen und Weiterentwicklungen. Aber so wie eine brandneue Marke braucht auch ein Sequel so etwas wie eine Existenzberechtigung, um einen eigenständigen Eindruck zu hinterlassen.

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Platz 10 --- Bewegungssteuerung
Die Nachzügler
Auch nicht sonderlich neu: Seit vier Jahren dürfen wir bereits vor der Wii herumhampeln, wenn uns nach bewegungsintensiven Spielinhalten ist. Egal ob Fitness-Programm, Tanz-Trainer, Shooter, Sportspiel, Adventure oder Familien-Fuchtelei, die besten Ideen wurden bereits abgegrast.

Trotz einer gewissen Stagnation in diesem Segment verkauft sich Nintendos Wii noch immer wie geschnitten Brot, was die beiden großen Konkurrenten von Microsoft und Sony offenbar furchtbar ärgert. Schon bald werden beide ihr eigenes Konzept für eine Breitseite von Casual Games und per Bewegungssteuerung aufgepeppter Genreklassiker auf den Markt bringen, um den letzten Rest vom Schüzenfest einzusammeln.

Oder um Wii-Kunden zum Wechsel auf die eigene Konsole zu überzeugen. So lautet zumindest das Credo beider Parteien. Bleibt nur die Frage offen, ob diese Kundschaft nach vier Jahren Wii noch zu begeistern ist. Und zwar so sehr, dass sie sich eine neue Konsole samt Zusatz-Peripherie ans Bein bindet. Das sind schnell mal 300 bis 400 Euro, je nach
Konsole. Traurig, dass Sony und Microsoft nun versuchen, die Wii zu ersetzen, statt die eigenen Stärken weiter auszubauen.
(This post was last modified: 13-01-2011 04:19 AM by BigBenGermany1983.)
13-01-2011 04:10 AM
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imi Offline
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Post: #2
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Weiß nicht.. deine Punkte sind eher Geschmackssache. Ich hab seit Jahren in kein Spiele-Handbuch mehr reingeschaut und bevorzuge Spiele mit langen Film-Sequenzen und Tutorials... Wink
Klar, an Ultima 6 hab ich locker über 200 Stunden gespielt - vor allem weil ich damals mit dem Wörterbuch die bücherlangen Texte verstehen wollte. War schon lustig, aber wollen wir wirklich dahin zurück? (Kommt schon.. wer von euch hat mehr als 3 Bücher in Oblivion/Morrowind gelesen? *g* Ich meine gelesen - nicht bloß kurz aufgemacht und auf die Stelle gestarrt, wo der skill-increase kommt Tongue)

Ich verstehe auch nicht die Logik, warum es die "armen Zwischenhändler" sind, sobald diese nicht mehr mitverdienen aber automatisch die "bösen Entwickler", sobald diese an Weiterverkäufen verdienen wollen. (Besonders auch dann, wenn der "Weiterverkauf" komplett digital passiert und der Zwischen"händler" fast vollständig automatisiert ist).

[Image: ds18.jpg]
13-01-2011 11:48 AM
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chris@realmforge Offline
Realmforge Studios
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Post: #3
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Zu Platz 6 möchte ich anmerken, dass ich zwar unzählige Stunden mit manchem Rollenspiel damals verbracht habe, allerdings waren Zufallsbegegnungen ein immenser Zeitfaktor und zudem auch nötig, um mich und meine Party hochzuleveln. DAS waren immense künstliche Streckungsmittel! Also danach sehne ich persönlich mich nicht unbedingt zurück.
13-01-2011 12:22 PM
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Dorimil Offline
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Post: #4
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Danke!
Bis auf Platz 4 völlige Zustimmung.
Beim DRM kommt es auf die Art an...

Lebe jeden Tag, als wäre es Dein Letzter! / Live each day as it would be your last!
[Image: 46.png]
13-01-2011 04:48 PM
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Khalim Offline
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Post: #5
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Dünne Spielanleitungen stören mich nicht, es ist schon okay, wenn die ANleitung digital vorliegt.


Was mich aber am meisten stört, sind die immer weniger komplexer werdenen Spiele.
Ein Spiel ist dann gut, wenn man sich dafür interessiert und auch bereit ist die mathematische Spielmechanik zu "lernen", zumindest bis zu einem bestimmten Rahmen.

Ganz wichtig ist vor allem eine Vielfalt an strategischen Optionen. Es darf nicht passieren, dass eine Spielweise offensichtlich allen anderen überlegen ist(zB eine bestimmt Einheit bauen die Stärkste ist ohne teuer zu sein oder sonstige Nachteile zu haben), sondern man soll immer abwägen müssen was für welche Situation am Besten geeignet ist.(bestens Beispiel sind die verschiedenen "Builds" in Diablo 2)


Was mich besonders stört ist, dass oft versucht wird durch Masse Komplexität vorzugaukeln. Es bringt einfach nichts, wenn man unzählige Einheiten bauen kann die alle irgendwie gleich sind. Auch muss alles möglichst asymetrisch aufgebaut sein. Keine 1:1 Völker wie aus alten Warcraft 1-2 Tagen(obwohl die Spiele gut waren) oder Zaubersprüche mit gleichen Werten nur anderer Optik(Blitz/Feuer).


Ich spiele derzeit oft Mount and Blade. Eigentlich ein Spiel dessen Kampagne grottenschlecht ist, dafür ist die Kampfmechanik brilliant und extrem fein, was es zu einem hervorragenden Multiplayer Spiel macht.

Oder auch Master of Orion 2 interessiert mich derzeit sehr, weil es einfach ein komplexes und durchdachtes Spiel ist.


Was auch oft ärgerlich ist, sind Spiele die zwar inhaltlich gut sind, dafür aber ergonomisch abkacken. Zum Beispiel wenn man unsinnige Mausklicks unnötig oft machen muss.
Patrizier 2 ist ein gutes Beispiel dafür: extrem durchdacht, dafür war die Routenerstellung ein Graus.

Immer fehlt irgendwas bei PC-Spielen, nur mir scheint es, als ob bei neuen Spielen immer mehr fehlt...

Ich werde in Zukunft genauer auf die Qualität schauen und mich nicht von Grafik blenden lassen.
Was man auf GAR KEINEN Fall tun darf ist irgend ein zufälliges Spiel zu kaufen. Immer zuerst Rezessionen lesen. Kann ich nur jedem empfehlen. Die Wahrscheinlichkeit ist einfach zu groß, Müll zu kaufen, und das ist dann auch bei 10€ ärgerlich Wink
(This post was last modified: 13-01-2011 09:45 PM by Khalim.)
13-01-2011 09:43 PM
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Larnak Offline
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Post: #6
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Ich erlaube mir mal, die Quelle anzugeben:
http://www.zehn.de/die-10-nervigsten-tre...-2045615-0
Soweit ich das sehe, bist du nämlich nicht Denis Brown, oder? Smile

Davon abgesehen kann ich die Punkte eigentlich alle unterschreiben, da steckt schon einiges an Wahrheit drin. Nur das mit der Bewegungssteuerung empfinde ich nicht so - bis mich das nervt, müsste es erst mal Spiele mit Bewegungssteuerung geben, die mich auch interessieren. Die gibt's aber bisher nicht. Naja, gut, RUSE - aber ich spiele ja nur am PC und Kinect braucht da noch 'ne Weile Smile

@Khalim: Naja, an Mount & Blade fasziniert ja gerade die Tatsache, dass es keine vernünftige Kampagne gibt und man sich die Welt selbst in seinem Kopf bauen muss Smile
Mir ist aber die Grafik doch etwas zu kalt... :/
(This post was last modified: 14-01-2011 02:03 AM by Larnak.)
14-01-2011 01:29 AM
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TrekkieNx01
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Post: #7
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Diese Top10 ist in einem Publisher-Forum völlig deplatziert. Wir bekommen die Publisher, die wir verdienen!
1. Casual Titel gibt es nicht, weil die Publisher keine richtigen Spiele mehr produzieren - sondern weil viele nur noch weichgespühlte,anspruchslose und oberflächliche Software konsumieren wollen! Viele merken doch schon gar nicht mehr, dass sie in manchem Egoshooter wie auf einem Gleis von einem Schauplatz zum nächsten gerollt werden und zur Ablenkung zwischendurch ab und an mal wie ein Zombie hirnlos klicken dürfen.
2. Die Spielanleitungen werden dünner, weil alle lieber 3€ sparen, als eine gedruckte Anleitung zu haben. Wozu auch? Brauchts ne Anleitung, ist das Spiel zu kompliziert! Siehe 1.
3. Demokratisiert den Spielemarkt. Auch kleine Publisher mit weniger Kapital können jetzt lange an Spieletiteln feilen. Aber: niemand schaut genau hin. Warum kauft jemand ein Spiel, bei dem zum Release direkt DLC mitangekündigt ist? (z.B Dragonage 2)
4. Siehe 2.
5. Der Handel ist das Opfer seiner Konsumenten. Pech, dass wir immer bequemer werden...Vielleicht merken sie (der Handel und der Kosument) irgendwann, dass man nur den Support nicht digitalisieren kann...Geiz ist geil geht online immer billiger.
6. siehe 3.
7. siehe 1. Bloß nicht denken.
8. Sich auf Neues einstellen ist anstrengend. Neue Spielkonzepte? Da muss der Konsument erst nachdenken und lernen, wie die funktionieren. Deshalb kauft er lieber "altbewährtes". Und deshalb werden auch solche Spiele eher produziert. Alles andere ist riskant.
9. Siehe 8.
10. Stört mich überhaupt nicht. Gönne es der Wii. Was ich nicht verstehe, wieso sich soviele Spieler freiwillig in die Knechtschaft begeben und sich dem Joch eines Herstellers unterwerfen? Das gleiche gilt für den neuen Mac-Trend und das Apple-Store-Joch. Mittlerweile ist der (microsoft beherrschte) PC die letzte freie Bastion, wo ich entscheiden kann, wo ich meine Spiele/Software beziehe.
14-01-2011 04:06 PM
MrReset Offline
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Joined: Jan 2011
Post: #8
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Kann allen zehn Punkten zustimmen. Gerade Punkt 4 & 5 sind für mich langsam aber sicher eine Gefahr, mein Hobby ad acta zu legen. Wie wäre es, wenn man seine Musik-CDs oder DVDs online aktivieren müsste? Und natürlich auch nicht weiterverkaufen könnte? Natürlich zum "alten" oder sogar einem höheren Preis? Da sagen alle: Dann würde ich keine CDs/DVDs mehr kaufen. Aber bei Spielen soll ich das als zahlender (!) Kunde akzeptieren? Nö, da geb ich dann mein Geld woanders aus ...
(This post was last modified: 15-01-2011 06:50 PM by MrReset.)
15-01-2011 06:49 PM
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Percula Offline
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Joined: Dec 2010
Post: #9
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Quote:Platz 2 --- Dünne Spielanleitungen
Schmöker-Diät
Dank all der heute üblichen Einstiegshilfen gilt die gute alte Spielanleitung als überflüssiges Relikt alter Gaming-Tage. In den dünnen Heftchen, die heutzutage Spielen beiliegen, findet man selten mehr als ein paar schwarz-weiss gedruckte Erläuterungen zur Steuerung und eine Epilepsie-Warnung.

Bedauerlich, denn auch das Schmökern in den einst reich illustrierten Büchlein brachte den Spieler früher schon auf dem Nachhauseweg in Stimmung. Hier wurde die Handlung angerissen, der Held und seine Fertigkeiten vorgestellt. Manchmal wurden sogar Details erklärt, die man für den Genuss des Spiels nicht benotigte, aber halfen, die neue Spielewelt besser zu verstehen.

Sollten handfeste Datenträger irgendwann komplett durch Downloads ersetzt werden, so wird die klassische Spielanleitung vermutlich ganz verschwinden.

Vorallem die alten Warcraft, Diablo und all die anderen Handbücher mit ihrer Hintergrund Geschichten, Charakter vorstellungen usw.. Da waren Bücher noch mehrere 100 Seiten dick und die Pappschachteln noch ansehbar. Aber wir leben in einer neuen Zeit. Kleinere Bücher und Boxinahlte sparen eben auch Geld, was grösser Pappschachteln eben nicht taten Sad
16-01-2011 10:09 PM
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-ta-
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Post: #10
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Das Problem aus Sicht langjähriger Kunden ist vor allem:

Die Punkte scheinen genau das zu sein, was ein erfolgreiches Spiel ausmacht.

Digitale Distribution über Appstores oder Steam & co. hat für den Hersteller eben genau die Vorteile des fehlenden Gebrauchtmarktes. Ist der Appstore im OS erst richtig integriert, enfällt auch das komplizierte Installationsprozedere für Tante Emma!

Schlimm sind in diesem Zusammenhang aus der sicht alter Gamer auch die Browsergames, wo Klassiker wie Pizza Connection drittverwertet werden und den Leuten Geld für Upgrades und/oder viel Zeit aus den Rippen geleiert wird.

Aber die Leute stehen offenbar drauf...

Früher unter DOS musste man das OS zu nutzen Lernen. D.h. die Leute waren auch eher bereit, Geld für ein Spiel auszugeben und sich in Spielemechaniken einzuarbeiten.

Heute gibts Windows, Plug n Play, Appstores und jeder Depp hat irgendeine Art Computer. Es wird nach seichter Unterhaltung gesucht, 3,99 für eine Casual App, die nach einer Woche nicht mehr angerührt wird. Sad

Ja, die PC-Spielekultur befindet sich definitiv im Niedergang...

Allerdings ist trotz der zunehmenden Dominanz der Konsolen der Markt immer noch groß und man kann Perlen finden.

Um mal einige überzeugende Produkte zu nennen:

-World of Goo ist das überzeugendste Spiel der letzten Jahre aus meiner Sicht.

-Trine hab ich auch gern gespielt und extra auf die Verfügbarkeit auf CD geachtet

-Dieses Jahr sollen als absolutes Novum zwei Handballsimulationen kommen

-Sobald ich mehr Zeit habe, werde ich mir mal einige Paradox-Produkte zu Gemüte führen (Europa Universalis & co.)
Man muss halt schauen, wo zu suchen ist. Im Laden steht meist nur die Massenware. Nebenbei fand ich die schlimmste Enttäuschung Sim City Societies. Bei der Ankündigung freute ich mich auf ein um Soziale Komponenten/Soziale Stadt erweitertes SC4, war aber nur ein SC für Dreijährige mit seltsamer Theorie dahinter...

In wenigen Jahren wird es mit den Spielepublishern wahrscheinlich genauso sein wie mit den Verlagen oder Musiklabels. Es gibt Massenpublisher wie EA entsprechend Massenverlagen wie dtv. Dann Billigpublisher wie bei den Verlagen meinentwegen Bastei. Große Independent-Publisher. Kalypso könnte vielleicht tatsächlich das SPV der Spielepublisher werden, scheint auf einem ganz guten Weg dahin.
Oder eben kleine Unterpublisher und Entwickler wie Paradox, welche sich auf ein ganz spezielles Klientel spezialisiert haben.

Bis jetzt wurde diese Entwicklung übrigends kaum von Presse und Spieleportalen, oder auch von Geschäften nachvollzogen. Bei Musikzeitschriften gibt es ja z.B. Musikexpress, Rolling Stone oder Sonic Seducer mit jeweils ganz bestimmten Zielgruppen. Bei Musik ist ein Mediamarkt gut nach World Music, Country, Independent und Rock/Pop organisiert, die Computerspiele finden sich alle auf einem Haufen.

Mich interessieren so Standard Casual Games wie Singstar, Mah Jongg oder Tetris auch kaum. Zumal wenn es sie nur als App gibt. Daneben finde ich 3D-Shooter und knallharte Echtzeitstrategie auch nur bedingt interessant. Ich mag gerne Aufbauspiele, Wisims, Autorennen und freue mich über innovative Spielideen aus dem Homebrew- und Indepenent-Bereich. Sportspielen und Flugsimulationen bin ich auch nicht abgeneigt, sofern die richitige Balance aus Fun und Simulation gefunden wurde. Smile

Daneben lehne ich Downloadversionen und übertriebene Produktaktivierung und Gängeleien (Ubi Soft!) ab.


Ich finde, dass hier die Publisher- und Branchenverbände auch mal gefragt wären. Viele Spieler jammern über die Spiele von heute, wobei jeder andere Gründe zu haben scheint...

Meine Idee wäre, dass die Publisher mal soziologisch untersuchen würden, welche Spielertypen und Zielgruppen es so an Spielern gibt.

Vielleicht vergleichbar mit den Sinus-Millieus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sinus-Milieu

Dann hätte man eine Liste von Zielgruppen. Die Publisher könnten dann schonmal einige Gruppen ausschließen (z.B. preisbewusste Gelegenheitsspieler mit niedrigem Anspruch bei Kalypso Wink ), welche sie nicht bedienen wollen. Und sich auf Gruppen konzentrieren die sie können.
Dann käme der zweite Schritt, nämlich die Auflage bestimmter Spiele-Editionen/Serien nach Zielgruppe!
Jede Neuerscheinung wird in eine Serie eingereiht und kosequent auf die Zielgruppe getrimmt. So wie es bei Büchern, Filmen und Musik schon länger läuft.

Idealerweise wäre es dann so: ich laufe durch den Mediamarkt, denke, ich könnte ein neues Spiel gebrauchen. Dann stehe ich vor dem Spieleregal, was schon nach Zielgruppen vorsortiert ist.

Ich gehe dann zu dem Bereich, wo ich schon gute Erfahrungen mit gesammelt habe. Da sehe ich dann neben anderen ein Spiel beispielsweise aus der "blauen Edition" von Kalypso. Von der Sorte hab ich schon einige daheim und wurde nicht enttäuscht, Freunde haben mir auch schon mal von ein oder zwei Kalypso-Titeln aus anderen Serien berichtet... Kalypso steht also für Qualität.. Die Inhaltsangabe der Packung liest sich zudem interessant, also greife ich zu...

So in etwa würde ich mir das vorstellen. Big Grin

Der Markt für PC-Spiele ist nämlich wahnsinnig groß aber kaum sortiert. Die bisherigen Genre-Grenzen finde ich relativ ungeeignet. Als wenn alle Rollenspiele oder alle Adventures für alle Leute geeignet wären, die schon mehrere Adventures oder Rollenspiele haben.... Krass ist es ja auch bei Rennspielen, Moorhuhnkart und Formel1-Simulationen sprechen sicher andere Zielgruppen an. Tongue
Im Laden wird dann auch noch alles zusammengeschmissen, bestenfalls werden Kinderspiele gesondert platziert...

Im Musikbereich gibt es ja auch Zielgruppen-Unterschiede zwischen Scooter und Schiller, obwohl beide im Prinzip elektronische Musik machen. Big Grin Oder es gibt Unterschide zwischen Thomas Manns Zauberberg und Schwarzwaldklinik - Das Buch zur Serie Smile

Die Liste liesse sich beliebig verlängern.

Ein Beispiel als Vorbild für Serien wäre z.B. die Edition suhrkamp bei Büchern:
Laut Beschreibung ganz unterschiedliche Inhalte, Interviews, Kurzgeschichten, Lyrik... Die Zielgruppe ist aber trotzdem relativ begrenzt, und die Bücher sehen nebenbei im Regal zusammengestellt toll aus:
http://www.suhrkamp.de/buecher/edition-s..._6151.html

So eine oder mehrere sorgfältig zusammengestellte Editionen für Computerspiele wäre mal eine Errungenschaft. Smile
17-01-2011 01:34 AM
Larnak Offline
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Joined: May 2010
Post: #11
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
(17-01-2011 01:34 AM)-ta- Wrote:  In wenigen Jahren wird es mit den Spielepublishern wahrscheinlich genauso sein wie mit den Verlagen oder Musiklabels.

Das ist doch eigentlich schon seit einigen Jahren so. Trotzdem würde ich nicht den Untergang der PC-Kultur ausrufen, nur, weil man das Betriebssystem nicht vorher studieren muss, um es nutzen zu können Big Grin

Gute Spiele können einen leichten Einstieg bieten und trotzdem komplexe Tiefe haben - alles eine Frage von gutem Spieldesign. Und im letzten Jahr kann man in Teilen auch beobachten, wie der "Alles wird einfacher"-Trend der Jahre zuvor etwas abebbt - vielleicht geht es hier wieder in eine andere Richtung.
Denn diese "casual"-Spiele werden von Browser- und Billigspielen Marke "5€-Pony-Simulation" schon ausreichend abgedeckt. Und die, die "richtige" Spiele (egal, ob RPGs, WiSims oder RTS) wollen, gibt es ja nach wie vor und es wird sie auch immer geben.
Nicht zuletzt gibt es immer wieder solche und solche Phasen. Wenn man mal 5 (?) Jahre zurückdenkt: Damals hielt man das klassische Point & Click-Adventure für tot. Und heute? Man könnte darüber streiten, ob es nicht sogar mehr tolle Adventures gibt als in der klassischen "Hochzeit" der Adventures, in der Monkey Island und Co die Herzen der Spieler eroberten.

Dass man bei Videospielen noch keine klassische Einteilung nach Genres inklusive verschiedenen Zeitschriften je Genre und Aufteilung bei Media Markt und Co findet, liegt wohl daran, dass es da viel zu wenige Kunden gibt. Wer sich (als Beispiel) intensiv mit RPGs auseinandersetzt, wird im Internet diverse Anlaufstellen zu Mods, Community, Tests und Previews finden, die sich auch speziell mit RPGs beschäftigen - keine Zeitschrift könnte ihm die Aktualität liefern, die er als "Spezi" braucht. Und keine Zeitschrift fände da wohl genug Kunden, eben weil die entsprechenden Zielgruppen sich im Internet viel besser informieren und austauschen können. Im Gegensatz zur Musik ist ja bei Spielen die Interaktion mit Community und Spiel (z.B. in Form von Mods) viel wichtiger, da wäre so eine Zeitschrift schlicht nicht attraktiv. Wenn man aber im Internet sucht, findet man natürlich entsprechende Zeitschrift-Äquivalente (Meist auch noch "ganz für umsonst").
Und Media Markt und Co werden wohl gar keine Gelegenheit mehr haben, sich nach Genres zu sortieren, die "Retail"-Distribution von Spielen ist schließlich seit einiger Zeit rückläufig und hat gar nicht erst die Chance, sich zu so einem Chaos auszubauen, wie man es im Musik-Regal findet Smile

Die Einteilung mit den Zielgruppen finde ich eigentlich unnötig, ich habe noch immer das gefunden, was mich interessiert hat Big Grin
Natürlich findet jemand, der Rollenspiele sucht, solche und solche Rollenspiele. Aber dafür gibt es ja Untergenres Marke "Actionrollenspiel" Smile - und nicht zuletzt wird sowieso jeder, der nicht enttäuscht werden will, dazu gezwungen sein, sich aktiv in Internet, in der Fachpresse oder bei Freunden über die Spiele zu informieren, da würde auch keine "blaue Edition" von Kalypso helfen. Zu unterschiedlich und zahlreich sind die Möglichkeiten bei Spielen, zu verschieden die Spieler (selbst wenn sie einer "Zielgruppe" angehören). Das würde wahrscheinlich eher für Ärger sorgen, weil sich alle Welt beschwert, dass Spiel b ja gar nicht mehr wie Spiel a ist und das überhaupt nicht passt, sowieso alles doof ist und die blaue Edition gefälligst abgeschafft gehört Big Grin
(This post was last modified: 17-01-2011 10:27 AM by Larnak.)
17-01-2011 10:20 AM
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BigBenGermany1983 Offline
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RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Erstmal danke für die vielen unterschiedlichen Statements. Ich fand die Reaktionen sehr interresant.
Ich denke für Kalypso ist es hoffentlich auch interresant Wink


(14-01-2011 01:29 AM)Larnak Wrote:  Ich erlaube mir mal, die Quelle anzugeben:
http://www.zehn.de/die-10-nervigsten-tre...-2045615-0
Soweit ich das sehe, bist du nämlich nicht Denis Brown, oder? Smile
@Larnak, ich hab nie behauptet das das von mir stammt, daher frage ich mich wie du darauf kommst?^^ Ich hätte nicht die Mittel um solch eine Umfrage bei den Gamern, Fachzeitschriften, Redakteuren usw. zu starten. Es dient wohl eher als Info und ist erstmal interresant zu sehen, vorallem die Reaktionen daruf und die unterschiedlichen Meinungen der Kalypso Kunden. Und wen Kalypso mit dem Theard auch noch was anfangen kann, haben wir der Torte die Sahnehaube aufgesetzt.

Will man was "besonderes" sein, darf man sich nicht dem Standard anpassen!
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(This post was last modified: 20-01-2011 06:57 PM by BigBenGermany1983.)
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Larnak Offline
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RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Quote:ich hab nie behauptet das das von mir stammt, daher frage ich mich wie du darauf kommst?
Ganz einfach: Du hast keine Quelle angegeben und nirgendwo geschrieben, dass es nicht von dir ist - wenn ich hier etwas schreibe (wie z.B. diesen Beitrag), dabei nirgendwo eine Quelle angebe und auch nicht schreibe, dass es nicht von mir ist, würdest du auch nicht denken, ich hätte es von jemandem anderen, oder? Big Grin
Bei sowas immer(!) die Quelle anfügen, sonst kann dir daraus schneller ein Strick gedreht werden, als dir lieb sein kann - ganz davon abgesehen, dass das auch der Respekt gegenüber dem Autor verlangt, wenn man sich seiner Arbeit bedient.
(This post was last modified: 21-01-2011 03:10 PM by Larnak.)
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BigBenGermany1983 Offline
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RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Ich finde das einwenig kleinkariert aber gut, damit du deinen Seelefrieden hast.

Entschuldige meine Unhöflichkeit, kommt nicht wieder vor! Sad

PS: Ich hoffe alle anderen hat das nicht gestört! Falls doch, entschuldige ich mich dieserseits auch höflichst.

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(This post was last modified: 21-01-2011 12:02 AM by BigBenGermany1983.)
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Dorimil Offline
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RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Das hat gar nicht mal so viel mit "kleinkariert" zu tun (und so wie ich Larnak kenne, ist im ersönlich das auch relativ wurscht), sondern mit dem Deutschen Urheberrecht. Wenn eine Weiterverwendung solcher Texte nicht gestattet ist (was möglich ist, selbst wenn sie "frei" im Internet stehen), könnte kalypso als Betreiber dieses Forums Deinetwegen belangt werden, weil sie für die hiesigen Inhalte verantwortlich sind.
Insofern war Larnaks Hinweis nur nett gemeint! Smile

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21-01-2011 02:50 PM
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BigBenGermany1983 Offline
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Post: #16
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Also ich wollte zuerst dem Ärger aus dem Weg gehen aber bevor ihr hier so nen Stuss redet, informiert euch bitte vorher!!! Einfach mal AGBs lesen und dan plappern. (erst denken dan reden) Wie währe es damit?
*einfach nur kopfschüttel*

Ich habe mich an alle Richtlinien gehalten die auch gelten! Also tragt endlich zum Thema bei oder seid einfach ruhig wen ihr nichts davon versteht! Das gehört hier nicht rein, das hat mit dem Thema an sich garnichtsmehr zutun.
Wen ihr weiter darüber diskutieren wollt, ob mit oder ohne angaben von Quellen, ob sinnvoll ob nicht, wan erlaubt und wan nicht..... Macht euren eigenen Theard mit entsprechendem Thema auf!
Deshalb bitte ich euch beiden jetzt innständig "KEINE OFFTOPIC THEMEN MEHR"


PS: Ich zitiere mal aus den AGBs
•Der Betreiber bietet allen Nutzern die Möglichkeit, kostenlos und ohne Verpflichtung die Inhalte des Angebots abzurufen. Mitglieder haben zudem die Möglichkeit, kostenlos eigene Beiträge und Listen zu veröffentlichen............ (darunter fällt auch "Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt")

Nachzuprügen hier http://www.zehn.de/__agbs__
Ich habe mich außerdem per e-mail erkundigt, ich muss keine Quellen bzw Autoren angeben!

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Weisheit von BigBen

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(This post was last modified: 22-01-2011 12:09 AM by BigBenGermany1983.)
21-01-2011 11:36 PM
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Larnak Offline
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RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
(21-01-2011 11:36 PM)BigBenGermany1983 Wrote:  aber bevor ihr hier so nen Stuss redet, informiert euch bitte vorher!!!
Danke, das kann ich so gern zurückgeben Wink. Es geht hier nicht um irgendwelche AGB, es geht in erster Linke um den Respekt gegenüber dem Autor, dessen Material du hier nutzt - jedenfalls ging es mir darum.

Nun möchte ich aber auch noch auf den Rest eingehen, da hier das grundsätzliche Verständnis scheinbar fehlt:
Solche Dinge sind im Urheberrecht geregelt, das sich von keiner AGB ändern oder außer Kraft setzen lässt. Dazu kommt, dass die AGB dich gar nicht betreffen, schließlich bist du dort gar nicht angemeldet (Bzw. vielleicht bist du dort angemeldet, aber das Zitieren steht jedem Besucher frei) - das heißt nein, die Richtlinien gelten für dich nicht, egal, was darin steht.
Was in diesem Fall gilt ist, wie schon gesagt, das Urheberrecht. Und bevor ich jetzt hier anfange, Passagen daraus zu zitieren, mache ich es einfach und nehme Wikipedia als Quelle, das ist kurz und verständlich:
"Zitate sind mit Literaturangabe zu versehen (Gebot der Quellenangabe in § 63 deutsches UrhG im Sinne einer genauen Angabe der Fundstelle)." (http://de.wikipedia.org/wiki/Zitat)
Wie ich also schon gesagt habe: Bei solchen Zitaten immer(!) Quelle und Autor angeben.
Eine Frage noch: Wo hast du dich denn per Mail erkundigt? Die Antwort ist in jedem Fall falsch, du musst Quelle und Autor immer angeben.

Es tut mir ja Leid, dass ich das nun doch hier noch als "OT" schreiben muss, aber wenn du so wenig Verständnis für Urheberrecht und Zitatrecht hast, muss das hier einfach sein - Du hättest mir auch einfach gleich glauben können Wink
Wir können das auch gern in einem anderen Thread auslagern lassen (Ich habe Melbourne deswegen schon mal eine PN geschrieben) - ich möchte nur vermeiden, dass du den Beitrag einfach nicht liest, solche Dinge halte ich nämlich für sehr wichtig nicht nur in Bezug auf dieses eine Beispiel.

Zum Inhalt habe ich übrigens weiter oben schon etwas gesagt.
(This post was last modified: 22-01-2011 02:00 AM by Larnak.)
22-01-2011 01:42 AM
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BigBenGermany1983 Offline
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Post: #18
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
lol Wie du alles besser weist und vorallem schon hellsehen kannst das ich kein Mitglied bin und das ich nicht per e-mail nachgefragt habe und die AGB vollkommen überflüssig sind. Klar wir glauben dir alles! Mir wird das zu blöd sorry! Rechtfertigen muss ich mich bei euch 100% nicht. Ich gehe auch nicht weiter auf das Spielchen mit ein. Ich igrnoriere euch ab jetzt einfach!
Naja habe Admin PN geschickt. Hoffe das er den Theard closed oder einfach die Mutmaßungen die überhapt nichts im Sinn haben außer andere ihre bemühungen schlecht zu reden und den ganzen Theard torpedieren einfach löscht! Weil versaut habt ihr ihn jetzt ja, keiner redet mehr über das eigentliche Thema. Also kann man ihn auch closen!

Danke euch beiden! Währen wir alle wie ihr, würde es eine bessere Welt geben!

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Weisheit von BigBen

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(This post was last modified: 22-01-2011 03:37 PM by BigBenGermany1983.)
22-01-2011 03:35 PM
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Melbourne Offline
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Post: #19
RE: Die 10 nervigsten Trends des Spielemarkt
Bitte klärt doch solche Sachen in Zukunft per PN, denn dafür sind die da.

Ich mache hier mal zu, da wir eh vom Thema abgekommen sind. *closed*

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22-01-2011 03:40 PM
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