@Nemetona: Naja, dann wähle eben "3D-Unterstützung" als Beispiel, das ist immerhin nicht so abwertend, aber auch für die meisten ohne Bedeutung

Natürlich hat Kalypso mit dem "nein!" angefangen - aber wenn wir möchten, dass sich an dem "nein!" etwas ändert, sind wir auf konstruktiven Dialog angewiesen, wenn sich daran etwas ändern soll. Deine Ankündigung, Taten sprechen zu lassen, sollte dem nicht so sein, führt wohl eher zu einem müden Lächeln oder einem "pöh, jetzt erst Recht!" - gerade in Zusammenhang mit der Tatsache, dass man hier bisher immer sehr offen und hilfsbereit war, auch was Patches anging. Wenn sich da nun herausstellt, dass die Kunden sowieso pauschal unzufrieden sind und diese positive Seite der Kommunikation direkt vergessen, sobald eine Wolke aufzieht, wird man sich überlegen, ob man das in Zukunft überhaupt erst so macht - oder doch lieber gleich so wie bei Ubi, bei denen man mit Glück zu einem Spiel wie Anno 1404 in 2 Jahren trotz vieler schwerwiegender Fehler bestenfalls mal 1-2 Kommentare von kaum informierten Community-Mitarbeitern bekommt.
Wobei ich ja auf die Taten, die du sprechen lassen willst, ehrlich gespannt wäre - nach meinem Informationsstand hat es nämlich bisher noch niemand geschafft, in dieser Richtung irgendwelche relevanten Taten zu vollbringen - auch nicht in den Fällen, in denen es nicht so offene Kommunikation und grundsätzliche Kritikfähigkeit gibt wie hier, sprich dort, wo solche Taten wirklich wünschenswert wären.
@Käpt'n Iglu: Dem gesetzlichen Anspruch habe ich doch nie widersprochen - das ist aber als Druckmittel selten geeignet. Da würde man dann eben das Geld zurück bekommen (wobei dafür bei P4 die Fehler wohl bei Weitem nicht bedeutend genug sind), aber keinen Patch.
Dass ich es auch nicht gut finde, dass es keinen Patch geben soll, habe ich ja schon gesagt.
Die Sache mit "keinen Sinn in Nacharbeitung" kann ich aber nicht nachvollziehen, wir haben bisher 3 sehr umfangreiche und einige kleinere Patches erlebt, die ja nun nicht nur Fehler behoben, sondern auch eine ganze Menge neue Dinge ins Spiel gebracht haben - da kann man doch nicht davon reden, dass man die Produktpflege grundsätzlich minder schätzt - das wäre dann auch wieder der Punkt, den ich weiter oben genannt habe: Wenn die Spieler die "guten Dinge" bei einer kleinen Schlechtwetterfront direkt vergessen, wird man sich als Publisher irgendwann überlegen, ob diese Haltung der offenen Kommunikation und der nachgereichten Inhalte per kostenlosem Patch (die normalerweise in der Branche seit etwa 5 Jahren absolut unpopulär ist) im Kosten/Nutzen-Verhältnis noch Sinn macht.
Wie gesagt, wenn man bei P4 eine Klage in Bezug auf die Fehlerfreiheit wirklich in Erwägung zöge, würde man wahrscheinlich nicht einmal das Geld zurück bekommen, sondern nur eine kleine Preisminderung gestattet bekommen, vielleicht im Bereich von 5-15€ - und das ist als Streitwert irgendwie doch relativ gering

. Deine Argumentation mit der Simulation passt hier meiner Meinung nach nicht, weil der grundsätzliche Anspruch des Spiels doch eher ist, eine Hanse mit Warenkreisläufen zu simulieren, nicht aber den Vorgang einer Pfändung, weshalb also die Pfändung nebensächlich ist - Pfändung ist kein zentrales Element des Warenkreislaufs in der Hanse. Ergo wäre der zentrale Anspruch des Spiels nicht durch diesen Fehler gefährdet, das Spiel im Rahmen des gesetzlichen Anspruchs also fehlerfrei - du siehst, das ist alles andere als eindeutig in der Argumentation.